[Rezi] Prometheus und Aliens (Feuer und Stein Teil 1 und 2)

feuer-und-stein-prometheus-cover[Cross Cult, Comic, Sprache: Deutsch, Softcover, je 104 Seiten]

„Alien“ ist und bleibt eine Marke mit vielen Anhängern. Und das zu Recht. Die fremdartigen Aliens sprechen etwas an, das uns Angst macht. Der Film „Prometheus“ setzte die Alien-Saga fort und nun erscheint bei Cross Cult „Feuer und Stein“, eine vierteilige Comic-Reihe, die noch weiter geht. Was werden wir über die Ursprünge der Menschheit erfahren?

Man mag von dem Film „Prometheus“ halten, was man will. Die Bilder sind auf jeden Fall beeindruckend, und die Story ist gewaltig. Die Weiterentwicklung der Alien-Saga ist für viele Fans ebenfalls gelungen. Der Film versagt nur bei der Darstellung der so genannten Wissenschaftler, die naiv und unglaubwürdig durch die Geschichte stolpern.

In „Prometheus“ (gleicher Titel wie der Film), dem ersten Teil der „Feuer und Stein“-Reihe, sind es wieder Wissenschaftler, die eher unbeholfen durch die Geschichte stolpern. Sie sind auf der Suche nach dem Forscherteam, das im Film nie von dem Mond LV-223 zurückkehrte. Zum Glück funktionieren die Figuren besser. Die Situation ist insgesamt glaubwürdiger und so stört es nicht, dass sie sich weniger wie Wissenschaftler und eher wie Teenager benehmen, die den nahen Wald erkunden. Schnell kommt es, wie es kommen muss. Aliens tauchen auf und dezimieren die Gruppe, und aus der Forschungsreise wird schnell der nackte Kampf ums Überleben.

feuer-und-stein-aliens-coverDie Geschichte ist spannend und kurzweilig erzählt. Die Darstellung der Protagonisten als Menschen ist zwar nicht 100%ig überzeugend, aber es gibt genug Action und Überlebenskampf, dass der Leser gut darüber hinwegsehen kann. Vor allem aber werden Geheimnisse angedeutet, die die Saga weiterspinnen. Ein paar davon werden sogar aufgeklärt. Der erste Teil der Reihe kann immer gut unterhalten – mehr kann man nicht erwarten.

„Aliens“, der zweite Teil von „Feuer und Stein“ funktioniert hingegen auf allen Ebenen. Eine Gruppe von Forschern und Bergleuten muss vor einem Alien-Angriff fliehen und strandet auf eben jenem Mond, der bereits in „Prometheus“ einigen Menschen das Leben gekostet hat. Der Überlebenskampf geht mit einer anderen Gruppe von Menschen weiter. Das mag nach einer Wiederholung der ersten Geschichte klingen, ist es aber nicht – jedenfalls nicht mehr als es die Alien-Konventionen nun einmal vorgeben. Auch der zweite Teil kann als kurzweilige Alien-Unterhaltung und gelungene Ergänzung zur Saga überzeugen.

Die Zeichnungen beider Bände sind in einem ähnlichen Stil und hervorragend gelungen. Gedeckte Farben sorgen für eine dunkle Stimmung. Sie passen gut und sind ansprechend.

Fazit: Wer schon immer wissen wollte, wie es mit der Alien-Saga weitergeht, kommt um die Reihe „Feuer und Stein“ eigentlich nicht vorbei. Die Reihe spinnt die Geschichte weiter, die im Film „Prometheus“ bekommen wurde. Es ist schön, wenn man den Film kennt, aber für den Genuss der Comics nicht erforderlich. Die ganze Saga lebt ja ohnehin eher von Andeutungen als von eindeutigen Erklärungen. Der Leser bekommt alles, was er sich von Alien-Geschichten wünscht: Das erforderliche Gemetzel, dunkle Stimmung und horrorfilmtypische Charaktere verpackt in kurzweilige, actiongeladene Unterhaltung. Man darf gespannt sein, wie es mit Teil 3 und 4 weitergeht und wie viele Geheimnisse noch gelüftet werden.

[Erschienen unter Ringbote.de]

Veröffentlicht am 20. August 2015 in Comics, Rezensionen und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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