Testspiel DS Aventurien

Es dürfte sich schon herumgesprochen haben, dass es eine Fanversion von Dungeonslayers für Aventurien gibt, liebevoll DS.A genannt. (Download)

Unser Spielleiter Swen ist ein großer DSA-Fan. Als es in seiner alten Gruppe mal wieder zu Regeldiskussionen kam, schwenkte diese versuchshalber auf Dungeonslayers um. Sie hatten Spaß, aber das DSA-Gefühl fehlte. Swen machte sich daraufhin daran eine Konvertierung zu schreiben. Es war eine Mammutaufgabe. Das DSA-Gefühl stand über allem, und so fasste er jeden Zauber und jede Liturgie an, baute Talente ein, erweiterte die Attribute und Eigenschaften, sorgte für Änderungen im Kampfsystem und schrieb in Rekordzeit die erste Version von DS.A.  Das Monster war fast 250 Seiten dick geworden.

Die Testspiele liefen gut. Ein paar Kleinigkeiten wurden geändert und schließlich wendete er sich an Ulisses, die ihm netterweise erlaubten, das Spiel online zu stellen. Dungeonslayers-Fans waren etwas skeptisch, denn auch wenn man DS noch spürte, war DS.A recht weit davon entfernt. Bald entstand daraufhin eine „DS Aventurien Slayer Edition“, die durch ein paar sinnvolle Vereinfachungen auf ca. 190 Seiten abgespeckt wurde, ohne wesentliche Grundzüge zu ändern. Von dieser Version (leicht umformatiert, um Seiten zu sparen) ließ Swen göttergefällige 12 Exemplare für den privaten Gebrauch drucken, von denen er uns gestern je eine schenkte, und wir auch gleich in Charaktererschaffung und Probespiel einstiegen.

 

(klicken, um zu vergrößern)

Ich bin ja ein großer Fan von DS (sollte ich auch als Redakteur) und war dementsprechend beim ersten Lesen etwas skeptisch. Mehr Attribute, Talente, die Kampfänderungen, lange Listen mit Zaubern – all das erschien mir unnötig kompliziert. Aber nachdem wir mit der Charaktererschaffung fertig waren, wich die Skepsis langsam. Das viel gerühmte DSA-Gefühl ist hervorragend eingebettet. Kommt man aus der Richtung von DSA 3 oder 4 braucht es einfach eine gewisse Komplexität, damit das Spielgefühl erhalten bleibt. Was wäre DSA beispielsweise ohne Astralpunkte und Talente?

Da ein Spielabend mitten in der Woche zwangsläufig begrenzt ist, dauerte das eigentliche Testspiel nicht lang, obwohl die Charaktererschaffung erfreulich schnell ging. Wir hatten ein paar Proben, erste Zauberversuche und zwei Kämpfe. Alles funktionierte hervorragend. Ich stieß immer wieder auf Kleinigkeiten, die schlau geregelt sind, z. B. die Zusammenfassung aller Handwerker- und Wissensfertigkeiten in je ein Talent oder die Ausgestaltung des einen oder anderen Zaubers oder Vorteils. Wir fanden auch gleich einen Absatz, der irgendwann in der PDF-Version ergänzt werden müsste (der sich aber leicht aus den DSA-Regeln ableiten lässt). Die Kämpfe liefen schnell und spannend ab, die Zauber funktionierten und die Proben ergaben Sinn.

Ich bin nicht der größte DSA-Fan auf dieser Welt, aber Aventurien und ich haben uns im Laufe der Zeit aneinander gewöhnt. Es bleibt natürlich abzuwarten, wie weitere Testspiele laufen (das Abenteuer ist noch nicht beendet), aber es scheint, als könnte DS.A für mich das perfekte Regelsystem für Aventurien werden.

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Veröffentlicht am 28. Juni 2012 in freie Rollensp., Meinung und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Klingt gut, ich hab das mal an Patrick weitergeschickt :-]

  2. Regelfragen einfach an mich. Ich leite sie weiter, solange wir nicht damit zugebombt werden :-)

  3. Rettet die DSA-Fans ;) Danke!

  1. Pingback: Spieltest von DS Abenturien beendet und was wir daraus lernten « Einige Seiten des Buches Eibon

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