Ein paar Gedanken zu Cthulhu

Selbst nach 30 Jahren übt Cthulhu noch die gleiche Faszination aus, wie bei der Erstveröffentlichung des Spiels. Die Regeln haben sich praktisch nicht verändert.

Ken Hite erklärt in seinem Live Journal, warum er Cthulhu für das beste Rollenspiel aller Zeiten hält. Ich bin, wie ich ab und zu in Foren verlauten lasse, seiner Meinung.

  • Ein völliger Rollenspielneuling kann nach drei Minuten Erklärung losspielen, wenn er einen fertig ausgefüllten Charakterbogen bekommt. Nichts ist anschaulicher als Prozente.
  • Zwei Sätze reichen aus, um Cthulhu-Neulingen die Welt zu erklären, und sie wissen sofort, was von ihnen im Spiel erwartet wird.
  • Die 20er sind als Welt toll geeignet, weil sie der Jetztzeit nah genug sind, um sich dort frei zu bewegen, aber weit genug weg, dass sie ein wenig exotisch wirken. Dass keine Technik exisiert, die den Charakteren die Arbeit abnimmt (wie Handys oder Internet), ist ein großer Bonus.
  • Tentakelmonster sind cool (fand ich jedenfalls, als ich mit 17 oder 18 das erste Mal von Cthulhu hörte).

Die letzte Ausgabe der „Cthuloiden Welten“ war nach einem Monat ausverkauft und das Pegasus-Grundregelwerk ist inzwischen in der 3. überarbeiteten Auflage erhältlich. Ich scheine nicht allein mit meiner Meinung zu sein.

Veröffentlicht am 14. November 2011, in Cthulhu, Meinung. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

  1. Also eigentlich gelten nur deine ersten beiden Punkte. Der Rest ist wirklich Geschmackssache.
    Die beiden wiederum treffen auch auf viele andere Rollenspiele zu :)

  2. Ich kann nur zustimmen – das System ist mit seinen Ablegern mindestens so gut geeignet wie die WoD, um zu jeder Zeit an jedem Ort der realen Welt zu spielen; und mit den Traumlanden und diverser Technologie sind auch klassische Fantasy-Settings spielbar. Ich kenne kaum einen Rollenspieler, dem die Welt und der Hintergrund nicht gefallen; einzig für wirklich Regelbesessene (häufig Taktiker, Powergamer) ist das System nicht ganz so geeignet. Das wurde aber mit der Regelüberarbeitung in der CW auch deutlich verbessert.

  3. Shadom, Punkt 4 ist reiner Geschmack, das ist klar. Punkt 3 hat nichts mit Geschmack zu tun. Man muss die 20er als Spielwelt nicht mögen, aber gut geeignet sind sie.

  4. @ Dennis:
    Der Regel-Überarbeiter aus der CW sagt artig „Danke“ ;)

    @ amel:
    Ich sträube mich gegen den Superlativ, aber ich denke, wir kommen zumindest überein, wenn wir uns auf „ein sehr, sehr gutes Rollenspiel“ einigen können ;)
    Denn die Punkte 1 bis 3 lassen sich sogar auf „Die 1W6 Freunde“ anwenden, wobei bei 3. halt „20er“ durch „80er“ zu ersetzen ist. Spieltischerfahrungen zeigen aber immer wieder, wie „entfernt“ schon 30 Jahre sein können.

    Viele Grüße,
    Thomas

  5. Dass ich mir dem Superlativ einiges Stirnrunzeln auslöse, war mir klar :-)

    1W6 Freunde: Da hast du recht. Abzüge gibt es allerdings, weil – sehr wichtig – der Geek-Faktor (Monster, Magie) fehlt und Jugendliche gespielt werden, was auch wieder eine Extra-Hürde ist. Aber keine Frage: 1W6 Freunde ist nah dran (und sehr gut, falls sich jemand das Spiel einmal ansehen will, der es noch nicht kennt).

  6. Gehörten zum Wort „Tentakelmonster“ zu deiner Zeit eigentlich auch schon spontane assoziative Bilder mit japanischen Schulmädchen hinzu, oder ist das nur meine etwas zu sehr mit japanischer Popkultur überladene Psyche? ^^

    Joah. Cthulhu ist nett. Ich hab nur aufgrund der dann doch eher relativ geringen Spielerzahl in meinem Umfeld nie so ganz den Zugang dazu gefunden. Zumindest fällt das neue BRP mittlerweile zu den Hoffnungsträgern in meiner Generika-Sammlung für spezielle Ideen.

  7. Am Rande halte ich ja Cthulhu für realistischer als TKKG …

    Ist Cthulhu nicht auch so erfolgreich trotz des Systems?

    Den einzigen (und großen) Vorzug, der anschauliche W100. Aber das ist ja eigentlich auch noch BRP und nicht Cthulhu-originär.

    Hmm, ich empfand Cthulhu immer als das ideale Zweitrollenspiel. Trotz des Systems.

  8. Ich finde „Cthulhu“ schlichtweg genial. Aber: Es ist nicht primäre das Rollenspiel, das mich fasziniert, trotz seiner extremen Einsteigerfreundlichkeit, sondern das Setting an sich, da es sich komplett von dem ganzen EDO-Gedöns unterscheidet. Exotisch, seltsame Welten und Kreaturen haben schon immer einen besonderen Reiz für mich gehabt. Und da ist „Cthulhu“ nunmal eine gute Basis dafür.

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