The Closed Door Of Dreams

Neue Herausforderung: Gehe auf diese Seite (danke an Zak S. für den Link) und schreibe ein Abenteuer mit dem ersten, zweiten oder dritten Ergebnis. Mindestens vier der „Titel“ sollten benutzt werden.

Das erste Album gefällt mir nicht, aber das zweite:

Destroyer’s Exultation: The Closed Door Of Dreams

  1. Fury Without Cease
  2. Fear And Oppression
  3. Griefmonger
  4. Insufferable Light
  5. Lost In Decay
  6. Gallery Of Ruin
  7. Enlightened Failure
  8. Church Of The Unheard Spectre
  9. Necroenslaver

Ich fürchte nur, ich muss erstmal ein Wörterbuch konsultieren. „Onomatopoesie“ gibt es übrigens wirklich, schlagt es nach.

Ein Blick auf die Titel: Gewalt, Licht (= Glaube?), Verfall – da tut sich doch schon ein Thema auf. Necroenslaver ist cool: Das spricht für Zombies – immer eine gute Sache. Der Beherrscher der Toten (oder des Todes?) ist außerdem der letzte Titel, also ist er der Endgegner.

„The Church Of The Unheard Spectre“ passt gut dazu. Man könnte den Namen wörtlich nehmen: Es gibt also eine neue Kirche, ich nenne sie mal die „Kirche der stummen Geister“ (klingt besser als „ungehört“ oder „ignoriert“ oder wie man Unheard auch immer übersetzen kann). Sie ist eine kleine Glaubensgemeinschaft von Necromanten und Totenbeschwörern, die den Toten Rechte geben wollen. Existieren die zurückgebliebenen Toten nicht genauso wie die Menschen? Wieso haben sie keine Rechte? Nicht alle sind böse oder gefährlich, viele Geister sind einfach verzweifelt.

Der Necroenslaver ist der Anführer dieser Kirche, ein charismatischer Necromant mit verdorbener Seele. Er hat sich an die Spitze der Kirche gearbeitet (mit Mord und Verrat) und will ihre Macht nutzen, um die Seelen der Toten zu versklaven. Er hat sich beim König beliebt gemacht, sodass ihm dieser ein Lehen gab, ein fruchtbares, aber abgelegenes Tal.

Dort stoßen die Charaktere auf „Fury Without Cease“ als sie erleben, wie eine Gruppe brutaler Büttel den Leichnam eines Mannes aus einem Bauernhaus schleppen. Die Witwe bettelt und weint, weil sie ihren Mann in allen Ehren bestatten will, damit seine Seele in die Unterwelt reisen kann, doch die Männer sind unerbittlich. Die Toten gehören dem Herrn, so will es sein Gesetz. Eine Bestattung in allen Ehren (einschließlich einer Münze in den Mund für den Fährmann, der die Seelen über den Totenfluss bringt) würde die Seele nämlich in die Unterwelt entlassen, wo der Necroenslaver keinen Zugriff auf sie hat.

Der Tote hatte zwei Söhne von denen sich einer auf die Büttel stürzt und erschlagen wird. So lassen die Diener von Vitus Dunkeltal, dem Necroenslaver, eine weinende Mutter und einen verbitterten, auf ewig wütenden Sohn zurück und tragen zwei Leichname zu ihrem Herren (wenn die Charaktere nicht eingreifen). Sie hinterlassen „Fury Without Cease“, fürwahr.

„Fear and Oppression“ sind die Folge dieser Begegnung, denn kommen die Büttel nicht bei ihrem Herren an, schickt er weitere, besser bewaffnete Diener aus, um bei der Bauernfamilie nachzusehen, was mit ihnen geschah. Sie gehen, wie man sich denken kann, nicht gerade zimperlich zu Werk.

Doch auch, wenn die Charaktere die Büttel laufen lassen, erfahren sie von den Bauern von einem unterdrückten Tal, in dem die Toten als Sklaven eingesetzt werden und Geister Angst und Schrecken verbreiten. Sie sind die „Griefmonger“. Seelen, die im Reinen mit sich und der Welt sind, werden kostenlos vom Fährmann übergesetzt, alle anderen benötigen die Münze in ihrem Mund (der Fährmann wiegt ihre Seelen gegen negativen Gefühle auf und wenn der Hass schwerer ist, müssen sie zahlen). So bleiben nur die rachsüchtigen, verbitterten und traurigen Seelen im Tal und nehmen Rache an den Lebenden, denen es scheinbar so viel besser geht.

Vitus benutzt ein magisches Licht, um die Toten zu beherrschen und die Seelen von den Körpern zu reißen. Er arbeitet mit dem „Insufferable Light“, wovor sich die Seelen fürchten und womit er Zombies und andere Untote erschafft und beherrscht. Das Licht ist ein dem Totengott geweihter Ort unter seiner Festung. Es ist in einer Steinschale, ein geheiligtes Wasser, kälter als der Tod selbst, das von sich aus in klarem, warmem Licht leuchtet. Vitus trinkt es und trägt es in Glasfläschchen mit sich herum. Solange der heilige Raum und die Steinschale existieren, reicht der bloße Anblick um Seelen auf Abstand zu halten, und Menschen, die regelmäßig davon trinken und es überleben (es ist ein hochpotentes Gift), beherrschen die Seelen und die Toten.

Erforschen die Charaktere das Tal oder unterhalten sich mit dessen Bewohnern, stellen sie bald fest, dass diese „Lost in Decay“ sind, umringt vom Tod und seinem bösen Herrscher.

Die Charaktere entdecken im Tal eine Kirche, die in einer Bildergallerie – der „Gallery of Ruin“ – die Entwicklung der Glaubensgemeinschaft der „Kirche der stummen Geister“ darstellt.

Die Abenteurer kommen allerdings zu spät, um die Vernichtung eines Dorfes zu verhindern, dass sich den Anordungen des Herren widersetzt und seine Toten heimlich bestattet hat. Doch es ist ein „Enlightened Failure“, denn von Überlebenden erhalten sie weitere Informationen über Vitus und das Licht, das ihm seine Herrschaft ermöglicht. Er war nämlich persönlich anwesend, um die Untoten zu beherrschen, die das große Dorf vernichten sollten und einmal brach seine Herrschaft fast zusammen. Wie genau und wie die Charaktere das nutzen können, entscheidet der Spielleiter.

Das Tor zur Burg von Vitus könnte aus „Wall Link Zombies“ bestehen. Je näher man kommt, desto klarer wird der schädliche Einfluss auf die Umgebung. Unter der Burg im letzten echten Schrein der „Church Of The Unheard Spectre“, der Kirche der stummen Geister, können die Charaktere hoffentlich die Wasserschale zerstören und damit die Schreckensherrschaft des „Necroenslavers“ brechen.

Der „Destroyer“ ist übrigens der Spielleiter, der das Tal zerstörte, um ein Abenteuer zu entwickeln und hoffentlich ist der Spielabend des „Destroyer’s Exultation“. Vielleicht hat er ja bei Kämpfen und ähnlichen Gelegenheiten Lust ein paar onomatopoetische Worte wie „Peng“, „Krach“ oder „Zack“ unterzubringen – nicht ungewöhnlich bei einem Spielabend – womit sogar der Name des „Labels“ untergebracht wäre und die mir selbst gestellt Aufgabe mehr als erfüllt ist.

Fast hätte ich den Namen des Albums vergessen: The Closed Door Of Dreams. Dieser ist sowohl symbolisch als auch wörtlich zu verstehen. Den Menschen im Tal wird jeder Weg – jedes Tor – zu ihrem erträumten Dasein verwehrt, solange der Totenherrscher im Tal weilt. Außerdem ist den Toten der Zugang in die Nachwelt – in der Religion dieser Welt häufig mit einem immer währenden Traum verglichen – versperrt. Das Tor ist zu, hoffentlich können die Charaktere es öffnen.

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Veröffentlicht am 28. September 2011 in Abenteuer, Spielhilfen und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Eine sehr schöne Idee. Und vor allem auch ein cooler Link :-)

  2. Sehr geil Andreas, sehr geil!

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