Rezension: Mr. Bubbles (Paranoia-Abenteuer)

[Abenteuer von Allen Varney, Mantikore Verlag, 2011, Sprache: Deutsch, Softcover, 40 Seiten, € 9,95]

„Mr. Bubbles“ ist das erste Abenteuer für die nagelneue deutsche Auflage des Spieleklassikers Paranoia. Es richtet sich an Paranoia-Anfänger und bietet neben viel Action und Wahnsinn einen ganzen Haufen Handouts, die das Spiel bereichern.

Das Cover des dünnen Heftes ist schwarz und schlicht. Das Layout versprüht zwar keinen Charme, ist aber übersichtlich und trotz weniger Bilder immer aufgelockert. Die Bilder erinnern an Comics und untermalen die satirische Seite des Spiels.

Die Charaktere – Troubleshooter genannt – werden zu ihrem ersten Auftrag gerufen und prompt geht alles schief. Erst wird ihr Transbot geschrottet und sie müssen den nächsten nehmen, dann geraten sie auf diesen komischen Markt. Und wieso bringen die Putzroboter Leute um?

In sieben Teilen wird die Geschichte erzählt und jeder ist verrückter als der nächste. In dieser Stelle soll nichts über den weiteren Verlauf erzählt werden, um keine Pointen zu ruinieren. Die Geschichte ist ziemlich gradlinig. Diese Gradlinigkeit ist gewünscht, denn nur so werden die Charaktere wirklich zum Spielball des verrückten Computers. In Paranoia muss man reagieren und nicht agieren. Die Troubleshooter werden von Szene zu Szene gehetzt und müssen in jeder versuchen zu überleben und zu begreifen, was vor sich geht. Und am besten noch andere Charaktere in der Gruppe daran hindern das gleiche zu tun.

Vorgefertigte Charaktere, die optional eingesetzt werden können, unterstützen das Spiel genauso wie viele gute Spielleitertipps und massenweise Handouts. Dem Anfänger wird jede Hilfe gegeben, die in einem Abenteuerband möglich ist. Einzig die Aktualität des Spiels muss ein wenig in Frage gestellt werden, denn auch wenn viele Dinge an die Gegenwart angepasst wurden (z. B. in Form von Spam-Mails), so passen böse Kommunisten und PDAs nicht so richtig ins Jahr 2011. Andererseits würden Smartphones inhaltlich nicht passen und PDAs sind auch im Grundregelwerk genannt. Stören sollte das sowieso nicht, denn es soll ja auch weiterhin eine Parodie sein und in solchen ist bekanntlich fast alles erlaubt.

Fazit: Mir hat Mr. Bubbles schon beim Lesen großen Spaß gemacht, und ich freue mich schon darauf, es auszuprobieren. Es führt Paranoia-Anfänger (ebenso wie Rollenspielanfänger im Allgemeinen) hervorragend mit witzigen und gut gestalteten Szenen in die verrückte Welt von Paranoia ein.

[Erschienen bei Ringbote.de]

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Veröffentlicht am 27. September 2011, in Rezensionen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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