The Bones – Was Würfel bedeuten

Ich halte gerade die wunderschöne, in Leinen gebundene limitierte Ausgabe von „The Bones“ in den Händen. Es ist ein Buch für „Gamer“ (im Gegensatz zu „Spieler“, die im Deutschen meist pleite und noch negativer behaftet sind als „Gamer“. Kennt jemand eine passende Übersetzung für den Begriff?). Es geht um Würfel und was sie für uns bedeuten. Insgesamt 25 Artikel und Essays beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Bereichen – immer aus der Sicht der (Rollen-) Spieler.

Ken Hite schreibt zum Beispiel eine kurze Geschichte der Spiele und Würfel, worin ich nicht nur erfahre, dass es einen aztekischen Gott der Würfelspiele gibt, sondern auch, dass dieser gleichzeitig der Gott der Hämorrhoiden, männlichen Prostituierten und „Magic Mushrooms“ ist. Da behaupte jemand, die Azteken hätten keinen Humor gehabt.

Dork Tower gibt uns eine andere Perspektive der Geschichte der Würfel, natürlich ebenfalls mit viel Humor. Außerdem befinden sich in dem Buch verschiedenste Anekdoten, Interviews und Meinungen. Ich schmökere schon seit Tagen darin (möglich wegen des Vorab-PDFs) und habe viel Spaß.

Es ist das zweite Buch, das auf dem Blog Gameplaywright.net vertrieben wird. Das erste ist „Things We Think About Games“, eine Sammlung mit  Schlagworten mit Meinungen über Spiele im Allgemeinen. Auch wenn es ein netter Lesespaß ist, bietet es wenig Text für’s Geld, denn auf jeder Seite sind nur 2 bis 5 Zeilen (ganz selten auch mal mehr) in großer Schrift mit einer kurzen Einzelmeinung – eine tolle Klo-Lektüre (im positivsten aller Sinne), aber ein wenig teuer. Beim Sphärenmeister bekommt man das Buch noch und, Preis hin oder her, es ist ein ebenso tolles Liebhaberobjekt für Rollenspieler wie „The Bones“.

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Veröffentlicht am 25. Juni 2010, in News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Warum noch über Gamer/Spieler aufregen, wenn es sich doch mittlerweile durchgesetzt hat, zum Rollenspielen „Zocken“ zu sagen?

  2. Wie wahr. Ich sage das auch häufig :-)

    Aber habe ich den Einfruck gemacht, dass ich mich aufrege? Ich hoffe nicht, denn es ist eine durchaus ehrliche Frage: Gibt es einen Deutschen Begriff für „Gamer „?

  3. Das Englische hat Gamer, Gambler, Player.

    Nun, das Deutsche hat die schöne, flexible Tradition der zusammengesetzten Wörter. Rollenspieler, Brettspieler, Fußballsp … äh, halt …

    Da wir im Deutschen das Wort „Spiel“ sehr überfrachtet haben, gibt es halt auch das überfrachtete Wort „Spieler“, dessen Bedeutung aber im Kontext eindeutig ist.

    Ein Spieler ohne Kontext ist zalt ein Zocker, Berufs(glücks)spieler.

    Zu beklagen ist dann höchstens der Unwillen der Rezipienten das Gesagte zu verstehen.

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