Ken Hite über Setting Design

Man kann (muss aber nicht) den neusten Artikel auf Kenneth Hites Blog als „Ode an die Zufallstabelle“ deuten und damit wunderbar einen der wichtigsten Punkte erklären, warum die „Old School“ zurzeit so beliebt ist. Es geht um die Erschaffung des Settings: Der Designer baut ein Grundgerüst für das Setting und holt für Ausschmückung den Spielleiter ins Boot. Und die Ruder sind ausgerechnet die Zufallstabellen – wer hätte das gedacht. Indem der SL diese an seinen „bespielten“ Landstrich anpasst, baut er die Welt zu einem großen Teil mit.

Wie man sich denken kann, spricht der Artikel natürlich noch viele andere Punkte an (z. B. das Einbeziehen der Spieler in den Weltenbau als zweite wichtige Hälfte für ein erfolgreiches Setting) und macht ihn so universell interessant für jeden, der an Settingbau oder RPG-Historie interessiert ist.

Ein Zitat:

Because I (and I think virtually every other designer of my generation) fixated instead on Gary’s other answer, the exact wrong answer to the problem: Greyhawk. (Or Glorantha.) Don’t co-create, hyper-create! Don’t leave randomness around in your wilderness hexes — define the heck out of every hex to start with! Put in weather patterns, and historical chronologies, and elf pantheons!3 This is all well and good, if you’re Greg Stafford. But even Greg can’t get everyone to read hundreds of pages of setting material. (Except Norwegians, for some reason.)

Ich glaube, genau an diesem Punkt ist Deutschland eingestiegen, was auch erklärt, warum das Setting und die erzählte Geschichte immer eine größere Rolle bei z. B. Midgard oder DSA gespielt hat, als Zufallstabellen und Monsterbeschreibungen. „Here Be Monsters“ (zitiert in einer der Fußnoten zum Artikel) kann, wenn Spielleiter und Spieler entsprechend einbezogen werden, ein gutes Setting sein.

Natürlich spricht Hite hier nur einen Aspekt des Welten-Designs an und geht auch nicht sonderlich in die Tiefe. Man kann hier viel diskutieren.

Jetzt muss mir nur noch jemand die Sache mit den Norwegern erklären.

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Veröffentlicht am 4. Februar 2010, in Rollensp. allg.. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Ken Hite über Setting Design.

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