Rezension: Paranormal Activity

„Paranormal Activity“ ist ein Gruselfilm, von dem ich bis vor Kurzem noch nie etwas gehört hatte. Wir waren auf der Suche nach einem Film, den wir ansehen könnten und da das Kinoprogramm insgesamt etwas mau war, haben wir uns entschlossen, in den Film zu gehen. Wenn ich geahnt hätte, dass es ein Wackelkamera-Film ist, hätte ich ihn nicht vorgeschlagen, denn obwohl ich diese Filme sehr mag, war ich der einzige in unserer kleinen Runde. Man hätte es zugegebenermaßen aus der Beschreibung erahnen können, aber hinterher ist man immer schlauer.

Eigentlich ist die Idee ganz nett: Im Haus eines jungen Pärchens wohnt ein Geist oder Dämon, ein unsichtbares Wesen, das die junge Frau seit ihrer Kindheit verfolgt und nachts wach hält. Der Mann kauft daraufhin eine Kamera mit Nachtsicht und stellt diese im Schlafzimmer auf, um bei Nacht zu filmen, was geschieht – und natürlich schleppt er sie auch sonst die ganze Zeit durch die Gegend, denn der gesamte Film wird aus Sicht dieser Kamera erzählt. Keine Musik, ein wenig wackelig (wenn auch zum Glück wesentlich weniger als beispielsweise bei Cloverfield). Die paranormales Aktivitäten beschränken sich zunächst auf eine geöffente Tür hier und ein angeschaltetes Licht da, doch für dieProtagonisten sind sie ziemlich nervenaufreibend.

„Paranormal Activity“ ist ein Film, auf den man sich einlassen muss. Es passiert nicht viel und die beiden Hauptpersonen sind teilweise nervtötend, besonders der Mann, der stur diese blöde Kamera rumschleppt, auch wenn es gar keinen Sinn zu machen scheint – aber das ist nun mal das Los von Filmen aus der Ich-Perspektive. Das Publikum bei uns im Kino hat sich jedenfalls nicht darauf eingelassen, denn spontanes Gelächter, blöde Kommentare und sogar Vorankündigungen („Jetzt kommt die Szene mit der Decke, oder?“) haben es mir unmöglich gemacht, den Film auch nur ansatzweise gruselig zu finden.

Hätte ich den Film mit geringen Erwartungen im DVD-Player gehabt und allein gesehen, während es draußen gewittert, hätte ich bestimmt Spaß gehabt. Eigentlich ist er nett gemacht. Aber meidet öffentliche Kinos.

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Veröffentlicht am 27. November 2009, in Film, Rezensionen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Hab den Film auch gesehen und bei mir war die Atmosphäre da. Man muss diese „Doku-Filme“ mögen und die Umwelt muss mitspielen. Tragisch ist aber, dass man den Film nur einmal schauen kann, da die Überraschung beim zweiten Mal weg ist.

    Beste Szene ist… Ach das erzähl ich dir mal so ;-)

    Für Gruselfreunde vielleicht auf die DVD warten und dann ruhig zu Hause gucken. Allein. Im Dunkeln. Und um Guillermo del Toro in einem Horror-Filmspecial zu zitieren: Nackt. :D

  2. Das mit dem Publikum.. da geb ich dir wirklich recht.
    Ich hab mir gestern den 3. Teil angesehn und es war als hätt ich irgendeinen Film der mich null interessiert gesehn weil ich mich überhaupt nicht hineinversetzen hab können.

    ALso bei machnen frag ich mich echt für was die den rosa Klumpen im Kopf haben das man Hirn nennt wenn sie lachen anfangen weil bei einem KLEINEN MÄDCHEN was bei der Decke hochkommt…???? omg…Devolution.

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