Old-School: Wie und warum?

Über folgende interessante Links bin ich in letzter Zeit gestolpert. Sie erklären ein paar Teilbereiche des Old-School-Spielstils und haben mir insgesamt geholfen, ihn zu begreifen:

  • Mai-Lautatio von RoleplayeR für RSP-Blogs.de – Platz 5 geht um den Spielstil „Sandbox“ und enthält u. a. folgende Links:
    • Sandbox? Nein danke! – Meiner Meinung nach missversteht alexandro den Spielstil und kommt so zu falschen Schlüssen. Die Kommentare erhellen ein wenig, wie es doch funktionieren könnte und so wird eine negative Meinung zu einem guten Beispiel.
    • Sandbox-Play oder nicht? – Noch jemand, der keine Lust auf Sandbox hat, weil die Vorzüge nicht sieht (oder einfach nichts damit anfangen kann).
    • Im Sandkasten spielen – Die Antwort auf die beiden vorigen Artikel
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Veröffentlicht am 19. Juni 2009, in Spielhilfen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. „High Fantasy“ vs. „Sword & Sorcery“ – so ein Quatsch. Siehe Elric von Melniboné. Sowohl ist klassisches Sword & Sorcery aber auch High Fantasy (Multiversum) und noch mehr …

  2. Gar kein Quatsch :-) Über die Bezeichnung kann man sich sicher streiten, aber Elric wird norm. der S&S zugerechnet. „High Fantasy“ meint hier tolkiensche Fantasy mit guten Helden auf der einen und dem Bösen auf der anderen Seite.

  3. Die Tipps im letzten Link sind gut und richtig, betreffen aber nicht nur das Sandbox-play, sondern (fast) *jede* Art des Rollenspiels (habe die Tipps in meinen Vampire-Kampagnen seit Stunde 0 beherzigt – und das waren garantiert keine Sandboxes). Auf die Probleme die ich in meinem Artikel aufwerfe wird dagegen nicht eingegangen. Schade.

    Aber der Autor sagt es ja selbst: „I’m not a sandbox purist.“

  4. Ich finde, die Quintessenz aus den verschiedenen Artikeln ist folgende: Sandbox ist nichts weiter als ein Rahmen, in dem man improvisiert: Die Tabellen und Ortsbeschreibungen geben nur die Stichworte, aus denen die Spieler zusammen mit dem Spielleiter die eigentliche Geschichte extrapolieren und improvisieren.

    Wer gut improvisiert, mag das Konzept; wer ungern oder schlecht improvisiert, befindet sich schnell in sinnlosen Begegnungen und inhaltslosen Kämpfen.

  5. Also Tolkien ist definitiv KEIN High-Fantasy. Elric hat wegen der eher „primitiven/verwilderten“ Welt (Jungen Königreiche) natürlich seine Wurzeln im S&S. Aber gerade der Rest ist so abgedreht, dass ich es locker als „High Fantasy“ bezeichnen würde. Aber okay, solche Definitionen sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Doch so richtig anfreunden kann ich mich mit dem ersten Link nicht. ^^

  6. Doch wirklich – gerade Tolkien ist High Fantasy schlechthin :/

  7. Du hast eine komische Vorstellung von „high fantasy“. Die Gemeinschaft des Rings macht auch nichts anderes als eine typische (low-level) D&D Runde – das epische wird per Plot-Device hinten dran getackert.

    „Wer gut improvisiert, mag das Konzept; wer ungern oder schlecht improvisiert, befindet sich schnell in sinnlosen Begegnungen und inhaltslosen Kämpfen.“
    Damit hat das, denke ich, weniger zu tun.
    Schonmal von „the gun in the drawer“ gehört (Ausdruck von Autoren bezüglich des nachträglichen Improvisierens von Story-Elementen, welche die bisher aufgebaute Spielwelt invalidieren).

    Einen Rahmen zu haben auf dem man improviseren kann, klar gebongt. Nur ist es *mir persönlich* zu einschränkend und phantasietötend dafür die Spielwekt anhand ihres Inventars zu definieren (wenn die Spielwelt bereits fest steht nimmt mir das die Begeisterung wenn die Spieler diese erkunden, weil sie eben nur das begehen, was ich zuhause im stillen Kämmerlein geplant habe – und diese fehlende Begeisterung merken die Spieler, wenn ich ihnen beschreibe was sie da erkunden – es sind einfach nur Kulissen und kein magischer und gefährlicher Ort).

  8. Tolkien ist nicht nur High-Fantasy, er ist sogar die Blaupause für jede do-it-yourself High-Fantasy-Roman Anleitung. Allerdings hat das weniger damit zu tun, wie stark die Gruppe ist, die gegen Sauron antritt. Zumindest die literarische High-Fantasy zeichnet sich nicht dadurch aus, wie viele Schiffe durch die Luft fliegen und wie stark die Feuerbälle sind, die ein Magier so schmeißt. High-Fantasy zeichnet sich im Gegensatz zur Low-Fantasy durch eine radikal anderen Plotstruktur und andere Charakterarchetypen aus. Conan rettet in der Regel nicht die Welt und lebt auch nicht nach einem ritterlichen Ehrenkodex. Kurz, High-Fantasy hat Helden, Low-Fantasy nicht. Gandalf und Frodo machen genau das. Sie machen das moralisch Richtige und versuchen, die Welt zu retten. Conan hätte den einen Ring wahrscheinlich für Bier und Frauen verhökert. Ein weiterer Unterschied ist, welche Kreaturen es in den Welten gibt. Klassische Sword-and-Sorcery Welten haben eher wenige Vertreter des Elfen/Zwerge/Ork Triumvirats.

    PS: Wikipedia ist auf meiner Seite ;)

    http://de.wikipedia.org/wiki/High_Fantasy

    PPS: Im Rollenspielkontext betrachtet ist Herr der Ringe aber tatsächlich keine High-Fantasy. Denn in RPG High-Fantasy-Welten zählt tatsächlich vor allem, wie viele Feuerbälle der Magier pro Runde sprechen kann und wie viel + das Schwert vor dem Vorpal stehen hat.

  9. Witzig, dass sich häufig so sehr an Begriffen festgehalten wird. Der Artikel, um den es geht (falls den jemand gelesen hat), beschreibt den Unterschied zwischen zwei Spielstilen und wo der herkommt und hat auch bei streitbaren Begrifflichkeiten Geltung.

    Aber wenn wir schon diskutieren: Was Callme-Ishmael sagt :-) Genauso hatte ich die literarischen „Definitionen“ immer verstanden und das ist es auch, was in dem Artikel gemeint ist.

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