Archlord, Band 1

Archlord 1[Comic von Jin-Hwan Park, Tokyopop, 2007, deutsch, Softcover, 166 Seiten, € 7,50]

Leon, ehrenhafter Ritter und Träger des Schwertes Brumbart, wurde von einem bösen Mitmenschen in eine Falle gelockt und getötet. Er kämpfte für ein Gleichgewicht aller Mächte und nun kämpfen Mondelfen, Magier, Orks und Menschen so lange bis ein neuer Träger des Schwertes – ein neuer „Archlord“ – seinen rechtmäßigen Platz eingenommen hat.

„Archlord, Band 1“ ist der zweite „Manhwa“, den ich zu Übungszwecken rezensiere (der erste war „Chonchu“). Die Geschichte – zumindest die des vorliegenden ersten Bandes – könnte klassischer kaum sein. Zunächst erleben wir wie Leon in eine Falle gelockt und getötet wird, vorher jedoch seinen Sohn im Wald verstecken kann. Natürlich überlebt sein Erbe. Sechzehn Jahre später trifft er eine junge Frau, die auf der Suche nach dem Mann ist, bei dem er aufgewachsen ist. Diese Begegnung, wie sollte es anders sein, ist aufgelockert mit einem schönen Kampf gegen ein großes gefährliches Waldwesen, wobei der Leser gleich ein wenig über die Kräfte der beiden erfährt. Später gibt es den einen oder anderen Konflikt mit anderen Feinden, wir lernen ein Freund des Erben kennen und natürlich auch den alten Mann, der ihn großgezogen hat. Nebenbei sucht der Mörder von Leon weiter nach dem Schwert Brumbart.

In beeindruckenden, gut gezeichneten Bildern wird die Fantasygeschichte über einen Erben, ein magisches Schwert und den Anfängen eines Krieges erzählt. Wirklich neu ist das freilich nicht. Auf der anderen Seite kann die Geschichte durch die Bilder und ein oder zwei kleine Überraschungen gut unterhalten und obwohl ich schon Duzende von ähnlichen Geschichten konsumiert habe, wollte ich am Ende wissen wie es weitergeht.

„Archlord“ ist nicht wirklich beeindruckend, weiß aber gut zu unterhalten. Die geschätzten dreißig Minuten, die ich gebraucht habe, um das Buch durchzulesen, habe ich mich jedenfalls nicht gelangweilt. „Archlord“, so wie die Geschichte im ersten Band erzählt wird, ist Fantasy-Fastfood: Es ist zwar ganz lecker, aber schmeckt irgendwie wie alle anderen auch. Man wird wohl die nächsten Bände abwarten müssen, wie sich die Serie entwickelt, um eine endgültige Entscheidung über die Qualität der Serie treffen zu können.

[Erschienen auf Ringbote.de]

Advertisements

Veröffentlicht am 21. Juni 2007, in Comics, Rezensionen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: