Einige Seiten des Buches Eibon

1. März 2008

Dirty Secrets

Gespeichert unter: Rezensionen — amel @ 12:44

Dirty Secrets[Regelwerk von Seth Ben-Ezra, Dark Omen Games, 2007, Sprache: Englisch, Softcover oder PDF-Datei, 150 Seiten, $ 25,00 (Buch), $ 12 (PDF)]

In „Dirty Secrets“ erzählt eine Gruppe von Spielern gemeinsam einen Krimi im Stil von James Ellroy oder Raymond Chandler. Es geht um Verbrechen, um Brutalität und darum, dass jeder zum Verbrecher werden kann, wenn die Bedingungen stimmen.

Der Text des quadratischen Buchs ist in verschiedenen Schreibmaschinen-Schriftarten gesetzt und wird regelmäßig von Fotos aufgelockert. Man hätte den Text des Spiels auch auf wesentlich weniger als 150 Seiten bekommen können, und ein Druck im Standardformat wäre bestimmt billiger gewesen, aber der Stil passt einfach. „Dirty Secrets“ ist ein Indie-Spiel der neusten Generation und dieses Indie-Flair sollte man auch in der der Optik wiederfinden. (mehr…)

22. Februar 2008

Fables: 1001 schneeweiße Nächte

Gespeichert unter: Comics, Rezensionen — amel @ 8:00

1001 schneeweiße Nächte[Comic von Bill Willingham (Autor), Panini Comics, 2008, Sprache: Deutsch, 144 Seiten, € 16,95]

Bill Willinghams ungewöhnliche Comicserie „Fables“ nimmt die Märchen unserer Kindheit, stopft sie in die moderne Welt und gibt der Mischung einen kräftigen Tritt. Die Serie wurde mit Preisen überschüttet (gleich mehrfach mit dem „Eisner Award“, also dem „Oskar der Comics“) und ist genauso erfolgreich wie gut. Mit dem vorliegenden sind derzeit sechs Bände auf Deutsch erhältlich.

Die Wesen der Märchen wurden aus ihren Ländern vertrieben. „Der Feind“ überfiel ein Land nach dem nächsten, seine Kobolde besiegten die Armeen und versklavten die Bewohner. Doch einige konnten in eine andere Welt – unsere Welt – fliehen und gründeten eine kleine Gemeinde, die schon bald vom sich stetig ausbreitenden New York verschlungen wurde. Heute leben die Märchenwesen unerkannt zwischen den „normalen“ Menschen und nennen ihre Gemeinde „Fabletown“. (mehr…)

30. Januar 2008

Richard Matheson: Ich bin Legende

Gespeichert unter: Literatur, Rezensionen — amel @ 11:07

Pünktlich zum Erscheinen der Neuverfilmung von “I am Legend” mit Will Smith veröffentlichte Heyne eine neue Ausgabe des gleichnamigen Romanklassikers (zu dt.: Ich bin Legende) von 1954. Ich wollte den Roman schon immer lesen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Der großartige Film gab mir schließlich den letzten Anstoß.

Ich habe vor langer Zeit bei YouTube.com einen kurzen Blick in die 1964er Verfilmung mit Vincent Price (The Last Man on Earth) geworfen und wie alle Price-Filme wirkte die Erzählweise - so weit ich das aus den wenigen Minuten erkennen konnte - ruhig, ja fast lethargisch. Vermutlich schloss ich daraus, das der Roman ähnlich sein müsste, jedenfalls erwartete ich nicht eine derart modern erzählte, mitreißende Geschichte. (mehr…)

15. Januar 2008

Secrets of Los Angeles

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Secrets of Los Angeles[Quellenbuch für Cthulhu von Peter Aperlo, Chaosium, 2007, Sprache: Englisch, Softcover, 192 Seiten, $ 24,95]

Spätestens seit Lynchs “Mullholland Drive” und Bradburys “Bringen wir Constanze um” wissen wir, dass es in Hollywood nicht immer geheuer ist. Die Mischung aus Verbrechen, Intrigen, Sonne und der in vieler Hinsicht künstlichen Realität von Hollywood macht die Stadt Los Angeles zu einem perfekten Abenteuerschauplatz – besonders wenn man noch unheimliche Kulte und cthuloide Monster zum Mix addiert.

Das Cover des vorliegenden “Secrets of Los Angeles” ist gut gelungen. Irgendetwas (lt. Beschreibung auf S. 2 vermutlich ein Schoggothe) verschlingt das “Grauman’s Chinese Theater”. Das Cover ist außerdem das erste Mal matt: Eigentlich eine schöne Sache, denn es passt hervorragend zur angestrebten Stimmung, leider ist das Buch aber nur deshalb matt, weil es nicht cellophaniert ist. Ein Quellenbuch, das dazu gedacht ist, am Spieltisch benutzt zu werden, sollte immer cellophaniert sein. (mehr…)

10. Januar 2008

Ray Bradbury: Fahrenheit 451

Gespeichert unter: Literatur, Rezensionen — amel @ 20:00

Macht es Sinn über einen derart bekannten Roman zu schreiben, einen Roman, der als Schullektüre herhalten muss, der schon lange Kultstatus erreicht hat und bereits von Theoretikern und Lehrern diverser Jahrzehnte interpretiert und auseinandergepflückt wurde? Die Meinungen zu der Geschichte scheinen schon so lange festgelegt …

Ich hatte nach einem Urlaub beschlossen, den Roman zu lesen, nachdem ich in einer Buchhandlung die Geschichtensammlung “Machineries of Joy” kaufte und teilweise las. Die Titelgeschichte der Sammlung geht um zwei Mönche, einen irischen und einen italienischen, die sich in einem irischen Kloster darüber streiten, ob die in Kürze stattfindende Mondlandung eine theologische Katastrophe ist, oder ob Gott damit den Menschen etwas zeigen will. Der Streit eskaliert bis der irische Mönch sogar beschließt den Orden zu verlassen, doch ein paar versöhnliche Worte und ein nettes Getränk in kleiner Runde können den Streit schließlich auf das zurückführen, was er ursprünglich war: ein intellektuelles Kräftemessen zwischen zwei befreundeten Menschen. (mehr…)

I am Legend

Gespeichert unter: Rezensionen — amel @ 10:34

Der Kultroman “I am Legend” (dt. “Ich bin Legende”, Heyne) von 1954 ist einer von den vielen Romanen, die ich schon immer gern lesen wollte, aber bisher noch nicht dazu gekommen bin. “I am Legend” soll ein großartiger Roman sein, einer, der das Vampir-, Zombie- und sogar das Apokalypsegenre nachhaltig beeinflusst hat. Bereits zweimal wurde er verfilmt: 1964 mit Vincent Price (”The Last Man on Earth”) und 1971 mit Charleton Heston (”Der Omega-Mann”). Als ich vor zwei Wochen das Filmplakat von “I am Legend”, der dritten Verfilmung, sah, stand fest, dass ich den Film sehen würde.

Noch während des Vorspanns, ohne auch nur ein storyrelevantes Bild, hört man Fernsehstimmen, die von der Entwicklung eines Virus’ erzählen, der Krebs heilen kann. Drei Jahre später ist die Erde leer. (mehr…)

4. Januar 2008

Compass of Terrestrial Directions 2: The West

Gespeichert unter: Exalted, Rezensionen — amel @ 11:04

The West[Quellenbuch für Exalted von von Alan Alexander, Eric Brennan, Genevieve Cogman, Conrad Hubbard und Peter Schaefer, White Wolf, 2007, Sprache: Englisch, Softcover, 160 Seiten, $ 24,99]

Im Westen der Schöpfung liegt der Elemenatarpol des Wassers. Was also sollte man dort anderes erwarten als eine Inselwelt, in der Seehandel und Piraterie die Grundlage für die Wirtschaft bilden und friedliche Stämme neben kriegerischen Nationen existieren? Noch hält der von “Pirates of the Carribean” ausgelöste Piratenboom an und “The West” könnte auf seiner Bugwelle reiten.

Der Westen ist so unstet wie das Wasser, das seine Lebensgrundlage bildet, doch aus so flexibel. Vielerorts ist er so friedlich und schön wie das Licht der Sonne, das sich auf den Wellen spiegelt, aber er kann auch gewalttätig sein wie ein Orkan auf hoher See. Ungefähr so beschreibt es uns die Einleitung, die wie üblich einen Überblick über das Buch und die einzelnen Kapitel liefert. (mehr…)

17. November 2007

Xcrawl und der Sinn von Rollenspieltheorie

Gespeichert unter: Rezensionen — amel @ 10:58

Als ich am Donnerstag im Zuge des ThanksGiveAway von DriveThruRPG.com das Rollenspiel “Xcrawl” herunterlud und genauer betrachtete, traf es mich wie mit dem sprichwörtlichen Hammer: Das Spiel ist für mich angewandte Designtheorie pur.

“Xcrawl” spielt in einer Zukunft, in der tödliche Dungeon Crawls als Live-TV-Shows präsentiert werden. Als Regeln benutzt “Xcrawl” die klassischen DnD-Regeln (Spieler- und Spielleiterhandbuch werden benötigt) und erweitert sie durch ein paar Extras. Die Welt ist modern, aber es gibt die ganzen DnD-Versatzstücke, die man so kennt: Orks, Magie, magische Gegenstände und allerlei Monster. Die Charaktere sind Xcrawl-Berühmtheiten oder wollen es werden. Sie gehen, immer verfolgt von magischen Kameras, in künstliche Dungeons, die von “Dungeon Judges” (DJs) gebaut und mit Monster und Fallen versehen wurden und müssen dort Aufgaben lösen und überleben. Geld und Ruhm winken als Belohnung. Es gibt eine Xcrawl-Vereinigung, die alle Formalitäten regelt. Jeder, der “Running Man” kennt (Buch oder Film), weiß, worum es geht. (mehr…)

15. November 2007

Mansions of Madness

Gespeichert unter: Cthulhu, Rezensionen — amel @ 8:00

Mansions of Madness[Abenteuersammlung für Cthulhu, Chaosium, 2007, Sprache: Englisch, Softcover, 160 Seiten, $ 21,95]

Chaosiums Ausstoß an neuem Rollenspielmaterial ist die letzten Jahre eher mäßig gewesen. Neben den wenigen wirklichen Neuheiten wurden aber immer wieder Neudrucke von alten Klassikern eingestreut, um die Fans bei der Stange zu halten.

“Mansions of Madness” ist einer dieser Neudrucke und enthält neben den ursprünglichen fünf Abenteuern ein weiteres neues. Das Layout wurde vollkommen überarbeitet und bietet etwas für das Auge, das mir ausnahmsweise auf Anhieb gefallen hat. Das Layout ist trotz der höchstwahrscheinlich recycelten Bilder modern und ansprechend, auch wenn es nicht mit dem eleganten Pegasus-Layout mithalten kann. (mehr…)

13. November 2007

Codex Urbanis

Gespeichert unter: Rezensionen — amel @ 8:47

Codex Urbanis[Quellenbuch für Engel, Feder und Schwert, 2007, Sprache:Deutsch, Hardcover, 168 Seiten, € 30,95]

Die Diadochenstädte sind ein steter Dorn im Auge der Angelitischen Kirche und damit ein wichtiger Teil jeder Engelkampagne. Hier wohnen die scheinbaren Gegner der Spielerschar der Engel, die politische Gegenbewegung gegen die Angeliten. „Codex Urbanis“ bringt etwas Licht ins Dunkel der engen Straßen der Städte.

Korrodierte Zahnräder zieren das silberne Cover des Hardcoverbuches, ein Symbol wie es passender kaum sein könnte. Nur ein leichter Hauch von Gold mischt sich in das Silber, die Angelitische Kirche ist also auch hier nicht völlig verdrängt. Das bekannte großzügige und elegante Layout beherrscht die Innengestaltung und die wenigen Bilder fügen sich ins Gesamtbild: In den Beschreibungen der Städte sind es schmutzige Zeichnungen, die selten Menschen zeigen – und wenn doch sind die Gesichter entweder verschwommen oder verdeckt. Für die Bilder von wichtigen Personen wurde eine naturgetreuere Darstellungsweise gewählt und die drei Monsterbilder sind in dem gleichen Stil wie die aus dem Buch „Traumsaat“. Insgesamt ist das Buch ein echter Augenschmaus. (mehr…)

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