Einige Seiten des Buches Eibon

2. Mai 2008

Matt Ruff: Fool on the Hill

Gespeichert unter: Literatur, Rezensionen, Unknown Armies — amel @ 8:00

Es war der Tipp eines Freundes. Er meinte: “Tu mir einen Gefallen und lass mich dir dieses großartige Buch ausleihen. Du wirst es lieben.” Ich lieh es mir nicht. Aber als ich ein paar Wochen später mal wieder in der Buchhandlung herumstöberte, sah ich das knallgelbe Taschenbuch, schlug eine beliebige Seite auf und las einen Absatz, dann noch einen und noch einen. Dann kaufte ich das Buch.

Ich mache das öfter in Buchläden - eine beliebige Seite eines interessant wirkenden Buches zum Teil lesen - aber nur selten hat das einen Effekt. Aus dem Zusammenhang gerissen, transportieren die Worte fast nie ein besonderes Lesegefühl. Das ändert sich vielleicht, wenn man die ganze Seite liest (es gibt eine Webseite, die sagt, man solle immer Seite 69 eines Buches lesen und wenn man diese mag, kann man das Buch bedenkenlos kaufen), aber die wenigen Sätze, die ich lese, bedeuten mir nur selten etwas. (mehr…)

27. April 2008

Tim Powers: Expiration Date

Gespeichert unter: Literatur, Rezensionen — amel @ 12:00

[Folgende Rezension wurde für den Unknown-Armies-Blog geschrieben.]

Wie beschreibt man Unknown Armies? “Ein Tim-Powers-Roman verfilmt von David Lynch” wäre eine Möglichkeit. Oder wie an anderer Stelle geschrieben wurde: Die surreale Welt von Tim Powers gemischt mit der Brutalität und den persönlichen Dramen aus James Elroys Romanen. In beidem Beschreibungen spielt Tim Powers eine Rolle, es lohnt sich also einen Blick auf seine Romane zu werfen.

“Expiration Date” war der erste Powers-Roman, den ich je gelesen habe. Soweit ich weiß, gibt es ihn leider nicht in deutscher Übersetzung. Ist man jedoch des Englischen mächtig genug, um einer komplexen Handlung zu folgen, lohnt sich der Lese-Mehraufwand. (mehr…)

23. April 2008

Cthulhu-Sichtschirm 2007

Gespeichert unter: Cthulhu, Rezensionen — amel @ 8:00

Cthulhu-Sichtschutz 2007[Cthulhu: Sichtschutz 2. Edition, Pegasus Spiele, 2007, Sprache: Deutsch, 44 Seiten, € 19,95]

Neues Regelwerk, neuer Sichtschirm. Der alte Sichtschirm ist schon lange vergriffen und eine neue, überarbeitete Auflage des Regelwerks ist auch erschienen: Grund genug für die Cthulhu-Redaktion, einen neuen Sichtschirm zu konzipieren.

Der Schirm ist kleiner geworden. Der Mittelteil ist DIN A4 im Querformat, die Seitenflügel ungefähr quadratisch. Man wollte mit dem neuen Format sicherstellen, dass der Schirm nur die Sicht auf die Unterlagen des Spielleiters, nicht auf seine Person versperrt. Ein Praxistest zeigte, dass seine Größe ausreicht, obwohl er zunächst doch etwas mickrig wirkt. Weil die gleiche Menge an Informationen untergebracht wurde wie auf dem alten Schirm, sind die Tabellen wesentlich kompakter angeordnet und die Schrift kleiner gehalten. Im Halbdunkel möchte ich die Texte nicht lesen müssen, aber die Zusammenstellung selbst lässt keine Wünsche offen: Phobienliste, Kampfregelzusammenfassung, Regeln für Wahnsinn - alles ist da. Leider trübt ein dicker Fehler das gute Gesamtbild, denn die Tabelle für kritische Erfolge weist einige falsche Zahlen auf, wenn man jedoch nachrechnet, stellt man fest, dass sie trotzdem benutzbar ist. Pegasus hat sofort reagiert und auf der Homepage die richtige Tabelle zum Ausdrucken und überkleben verfügbar gemacht. (mehr…)

18. April 2008

Chicago Workings

Gespeichert unter: Rezensionen, Unknown Armies — amel @ 12:00

Für das “Haus der Renunziation” habe ich eine kleine Rezension für das nWoD-Abenteuer “Chicago Workings” geschrieben. Wen interessiert, wie ich es finde und ob es zum Einsatz in einem Unknown-Armies-Spiel geeignet ist, erfährt hier mehr.

20. März 2008

Rezension von Encounter Critical

Gespeichert unter: Rezensionen, freie Rollenspiele — amel @ 8:00

Von “Encounter Critical” habe ich schon an anderer Stelle berichtet. Als Ergänzung dazu möchte ich auf eine Rezension hinweisen, die die ganze Coolness des Spiels ausführlich beschreibt.

Zu finden in “Jeff’s Gameblog”: Rezension von Jeff Rient

1. März 2008

Dirty Secrets

Gespeichert unter: Rezensionen — amel @ 12:44

Dirty Secrets[Regelwerk von Seth Ben-Ezra, Dark Omen Games, 2007, Sprache: Englisch, Softcover oder PDF-Datei, 150 Seiten, $ 25,00 (Buch), $ 12 (PDF)]

In „Dirty Secrets“ erzählt eine Gruppe von Spielern gemeinsam einen Krimi im Stil von James Ellroy oder Raymond Chandler. Es geht um Verbrechen, um Brutalität und darum, dass jeder zum Verbrecher werden kann, wenn die Bedingungen stimmen.

Der Text des quadratischen Buchs ist in verschiedenen Schreibmaschinen-Schriftarten gesetzt und wird regelmäßig von Fotos aufgelockert. Man hätte den Text des Spiels auch auf wesentlich weniger als 150 Seiten bekommen können, und ein Druck im Standardformat wäre bestimmt billiger gewesen, aber der Stil passt einfach. „Dirty Secrets“ ist ein Indie-Spiel der neusten Generation und dieses Indie-Flair sollte man auch in der der Optik wiederfinden. (mehr…)

22. Februar 2008

Fables: 1001 schneeweiße Nächte

Gespeichert unter: Comics, Rezensionen — amel @ 8:00

1001 schneeweiße Nächte[Comic von Bill Willingham (Autor), Panini Comics, 2008, Sprache: Deutsch, 144 Seiten, € 16,95]

Bill Willinghams ungewöhnliche Comicserie „Fables“ nimmt die Märchen unserer Kindheit, stopft sie in die moderne Welt und gibt der Mischung einen kräftigen Tritt. Die Serie wurde mit Preisen überschüttet (gleich mehrfach mit dem „Eisner Award“, also dem „Oskar der Comics“) und ist genauso erfolgreich wie gut. Mit dem vorliegenden sind derzeit sechs Bände auf Deutsch erhältlich.

Die Wesen der Märchen wurden aus ihren Ländern vertrieben. „Der Feind“ überfiel ein Land nach dem nächsten, seine Kobolde besiegten die Armeen und versklavten die Bewohner. Doch einige konnten in eine andere Welt – unsere Welt – fliehen und gründeten eine kleine Gemeinde, die schon bald vom sich stetig ausbreitenden New York verschlungen wurde. Heute leben die Märchenwesen unerkannt zwischen den „normalen“ Menschen und nennen ihre Gemeinde „Fabletown“. (mehr…)

30. Januar 2008

Richard Matheson: Ich bin Legende

Gespeichert unter: Literatur, Rezensionen — amel @ 11:07

Pünktlich zum Erscheinen der Neuverfilmung von “I am Legend” mit Will Smith veröffentlichte Heyne eine neue Ausgabe des gleichnamigen Romanklassikers (zu dt.: Ich bin Legende) von 1954. Ich wollte den Roman schon immer lesen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Der großartige Film gab mir schließlich den letzten Anstoß.

Ich habe vor langer Zeit bei YouTube.com einen kurzen Blick in die 1964er Verfilmung mit Vincent Price (The Last Man on Earth) geworfen und wie alle Price-Filme wirkte die Erzählweise - so weit ich das aus den wenigen Minuten erkennen konnte - ruhig, ja fast lethargisch. Vermutlich schloss ich daraus, das der Roman ähnlich sein müsste, jedenfalls erwartete ich nicht eine derart modern erzählte, mitreißende Geschichte. (mehr…)

15. Januar 2008

Secrets of Los Angeles

Gespeichert unter: Cthulhu, Rezensionen — amel @ 0:00

Secrets of Los Angeles[Quellenbuch für Cthulhu von Peter Aperlo, Chaosium, 2007, Sprache: Englisch, Softcover, 192 Seiten, $ 24,95]

Spätestens seit Lynchs “Mullholland Drive” und Bradburys “Bringen wir Constanze um” wissen wir, dass es in Hollywood nicht immer geheuer ist. Die Mischung aus Verbrechen, Intrigen, Sonne und der in vieler Hinsicht künstlichen Realität von Hollywood macht die Stadt Los Angeles zu einem perfekten Abenteuerschauplatz – besonders wenn man noch unheimliche Kulte und cthuloide Monster zum Mix addiert.

Das Cover des vorliegenden “Secrets of Los Angeles” ist gut gelungen. Irgendetwas (lt. Beschreibung auf S. 2 vermutlich ein Schoggothe) verschlingt das “Grauman’s Chinese Theater”. Das Cover ist außerdem das erste Mal matt: Eigentlich eine schöne Sache, denn es passt hervorragend zur angestrebten Stimmung, leider ist das Buch aber nur deshalb matt, weil es nicht cellophaniert ist. Ein Quellenbuch, das dazu gedacht ist, am Spieltisch benutzt zu werden, sollte immer cellophaniert sein. (mehr…)

10. Januar 2008

Ray Bradbury: Fahrenheit 451

Gespeichert unter: Literatur, Rezensionen — amel @ 20:00

Macht es Sinn über einen derart bekannten Roman zu schreiben, einen Roman, der als Schullektüre herhalten muss, der schon lange Kultstatus erreicht hat und bereits von Theoretikern und Lehrern diverser Jahrzehnte interpretiert und auseinandergepflückt wurde? Die Meinungen zu der Geschichte scheinen schon so lange festgelegt …

Ich hatte nach einem Urlaub beschlossen, den Roman zu lesen, nachdem ich in einer Buchhandlung die Geschichtensammlung “Machineries of Joy” kaufte und teilweise las. Die Titelgeschichte der Sammlung geht um zwei Mönche, einen irischen und einen italienischen, die sich in einem irischen Kloster darüber streiten, ob die in Kürze stattfindende Mondlandung eine theologische Katastrophe ist, oder ob Gott damit den Menschen etwas zeigen will. Der Streit eskaliert bis der irische Mönch sogar beschließt den Orden zu verlassen, doch ein paar versöhnliche Worte und ein nettes Getränk in kleiner Runde können den Streit schließlich auf das zurückführen, was er ursprünglich war: ein intellektuelles Kräftemessen zwischen zwei befreundeten Menschen. (mehr…)

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