Als ich vor ein paar Tagen mit einer Freundin telefonierte, erzählte sie, dass sie mir ein Buch ausleihen müsse. Wie jeder Mensch auf dieser Welt, habe ich schon viele solcher Angebote bekommen. “Das Buch musst du einfach lesen. Soll ich es dir ausleihen?”, heißt es dann normalerweise und wie jeder Mensch reagiere ich auf solche Angebote skeptisch. Ich habe eine ganze Wohnung voll Bücher, viele davon ungelesen, warum sollte ich mir ein Buch ausleihen? Und dann auch noch ein Buch wie “Mein Leben als Leser”, das eine Sammlung von Kolumnen ist, die Hornby für eine Literaturzeitschrift geschrieben hat? Es enthält Buchrezensionen von Büchern, von denen ich größtenteils noch nie etwas gehört habe und die ich auch nicht vorhabe zu lesen.
“Als ich das Buch las, musste ich die ganze Zeit an dich denken”, war der Grund, warum mir meine Freundin das Buch so ans Herz legte. Das Buch ist mit ca. 150 Seiten recht kurz und außerdem hatte ich gerade “A Long Way Down” sehr genossen. Warum also nicht? Ein Buch, das aus irgendeinem Grund an mich erinnert, sollte mir doch eigentlich gefallen. (mehr…)