[Rezension] STAR TREK: NERO

Nero Cover[Comic von Roberto Orci, Alex Kurtzman, David Messina u. a., Cross Cult, Sprache: Deutsch, Softcover/Hardcover, 128 S., 14,80 €/19,80 €]

Der Film STAR TREK zeichnete ein bis dato unbekanntes Bild des STAR-TREK-Universums. Comic-Fans erhalten mit STAR TREK: NERO die Möglichkeit dieses Bild zu verfeinern.

Der Film STAR TREK beschreibt eine alternative Zeitlinie und die ersten Gehversuche von James T. Kirk, Spock, Pille und den anderen Mitgliedern des späteren Raumschiffs Enterprise. Es sind diese noch jungen, ungeschliffenen Helden, die den eigentlichen Reiz des Films ausmachen. Der Brückenschlag zum „alten“ STAR TREK wird aber hervorragend erzählt und zeigt, dass der „Reboot“ nicht achtlos durchgeführt wurde.

Bei dem Versuch die Galaxis mithilfe von roter Materie zu retten, wird nicht nur Romulus zerstört, sondern auch Spock und ein ganzes Schiff mit Romulanern in die Vergangenheit geschleudert. Diese Romulaner, angeführt von Kommandant Nero, begegnen James T. Kirks Vater und eröffnen mit ihren Handlungen eine alternative Zeitlinie. Spock wird zwar auch in die Vergangenheit geschleudert, taucht aber erst 25 Jahre nach Nero in der neuen Zeitlinie auf. Dieser findet Spock und setzt ihn auf einem Eisplaneten aus, damit er von dort ansehen muss, wie Nero den Planeten Vulkan aus Rache zerstört. Die spätere Crew der Enterprise wird 154 Jahre, nachdem Nero in der neuen Zeitlinie auftauchte, in die Ereignisse gezogen.

All das wird in dem Film beschrieben. Offen bleibt allerdings, was Nero0005Nero in den 25 Jahren erlebte, die er damit verbrachte Spock zu suchen. Der Comic STAR TREK: NERO beschriebt diese 25 Jahre.

In stimmungsvollen, dunkel gehaltenen Bildern wird die Geschichte von Nero erzählt. Sein Ziel sich an Spock und Vulkan zu rächen ist unabänderlich, auch als er und sein Schiff von Klingonen gefangen genommen und auf den Gefängnis-Asteroiden Rura Penthe gebracht werden. Die Klingonen versuchen herauszufinden, was für ein eigenartiges Schiff die Romulaner fliegen und behalten die Mannschaft über viele Jahre dort. Doch Nero gibt nicht auf und – wie sollte es anders sein – es gelingt ihm schließlich die Flucht, und er findet heraus, wo er Spock finden kann.

Die Geschichte entfaltet sich in langsamem Tempo mit einem ordentlichen Schuss Theatralik, wie man es für eine Geschichte dieser Art erwarten kann. STAR-TREK-Fans kommen voll auf ihre Kosten. Das Gefühlsleben und der Werdegang des Bösewichts sind hervorragend eingefangen. Als solches ist STAR TREK: NERO ein schöner Teil des STAR-TREK-Gesamtkonstrukts. Auch der eher flüchtige Fan, der weniger an den Details als an einer spannenden Geschichte interessiert ist, sollte etwas in der Geschichte finden, das ihm gefällt. Ein klein wenig Interesse an dem Gesamtkontrukt sollte man aber schon mitbringen, sonst lässt einen der Comic vermutlich kalt.

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Veröffentlicht am 21. Januar 2013, in Rezensionen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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