Einige Seiten des Buches Eibon

27. Februar 2009

Stonehell: 2-Seiten-Dungeons

Gespeichert unter: Spielhilfen, freie Rollenspiele — amel @ 09:30

Ein großes Dungoen auf nur zwei Seiten – und wenn man viele davon zusammenlegt, bekommt man das das Mega-Dungeon „Stonehell“. Im Zuge der Old-School-Welle (die mit „Herr der Labyrinthe“ bald auch in Deutschland ankommt) erscheinen immer mehr Dungeons im Internet. Und da ich Kurzschocker-mäßige Veröffentlichungen besonders mag, hat es mich sehr gefreut auf „Stonehell“ zu stoßen.

Der Autor benutzt ein in einem Forum entwickeltes Template, um jeweils einen Teil eines Mega-Dungeons auf einer Doppelseite zu präsentieren, die zum Beispiel mit „Herr der Labyrinthe“ gespielt werden können. Regelmäßig gibt es weitere Teile, die entweder allein durchkämmt oder zusammengelegt und als Kampagne gespielt werden können. Man sollte nichts allzu ausgefeiltes erwarte, aber es gibt jeweils eine Thema und schöne Fallen und Monster. Ein geschickter SL hat so die Möglichkeit fast ohne Vorbereitung ein paar nette Dungeon-Abende zu bieten.

24. Februar 2009

Astropia – die Zusatzmaterialien

Gespeichert unter: Rezensionen — amel @ 11:00

Über den Film „Astropia“ ist schon an anderen Stellen ausführlich berichtet worden, deshalb werde ich über den Film selbst gar nicht mehr viel sagen. Ich war ein wenig enttäuscht, was aber hauptsächlich an den vielen Lobeshymnen liegt, die meine Erwartungen in die falsche Richtung gelenkt haben. Der Film ist stellenweise ganz schön flach, aber je länger ich ihn „wirken lassen“ kann, desto liebevoller fand ich ihn. Er ist ganz niedlich und unterhaltsam und sicherlich eine gute Werbung für das Rollenspiel an sich. Dirk Remmecke will den Werbeeffekt zusätzlich mit Zusatzmaterialien verstärken, die der DVD beigefügt wurden.

Zunächst wäre da das Booklet, in dem ein komplettes Anfängerrollenspiel enthalten ist (das Cover ist hier zu bewundern). Auf 16 Seiten findet der Leser ein kurzes, einfaches Fantasy-Rollenspiel, das funktionieren sollte und Lust auf mehr macht (auch wenn mir beispielsweise die Regeln von „Dungeonslayers“ besser gefallen und genauso Anfänger-tauglich sind, wenn man sie entsprechend forumlieren würde; mir fehlt etwas die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln). Wirklich beeindruckt bin ich aber von der Art wie Remmecke die Neulinge anspricht. Der Einleitungsabschnitt erklärt die Faszination „Rollenspiel“ sehr anschaulich (hat aber natürlich einen ganzen Film, um sich darauf zu beziehen), und das kleine Kapitel über „gesunden Menschenverstand“ sollte genau so in jedem Rollenspiel stehen, das sich an Anfänger richtet. Eine großartige Lektüre, von der ich hoffe, dass ihr Text als Download angeboten werden wird, damit man sie auf herumreichen und verteilen kann.

Ein Abenteuer ist nicht dabei – dazu hat der Platz verständlicherweise nicht gereicht – das soll aber auf dem Blog zum Film nachgeholt werden. Dort sollen regelmäßig Tipps, Abenteuer und anderes Material (wie ich gehört habe, auch noch weitere Einsteigermöglichkeiten zu anderen Rollenspielen) angeboten werden. Bisher ist neben dem Entwicklungsblog immerhin eine langen Liste mit Rollenspielläden zu finden, das angekündigte Abenteuer kommt bestimmt auch bald. Bleibt zu hoffen, dass der Support nicht zu schnell wieder abreißt.

Zusätzlich sind auf der DVD Kurzregeln zu verschiedenen Systemen als PDF-Dateien. Die drei wichtigsten Genre sind mit ihren in Deutschland wichtigesten Vertretern (Horror: Cthulhu; SciFi: Shadowrun und Fantasy (DSA) vorhanden. Die Kurzregeln für Cthulhu und Shadowrun sind die gleichen, die man auch auf der Homepage von Pegasus findet, warum allerdings darauf verzichtet wurde, auch das zu den Regeln gehörige Abenteuer für Shadowrun beizufügen, ist mir nicht ganz klar. Für DSA sind gleich zwei PDFs auf der DVD, die es meines Wissens nirgendwo im Internet gibt: Zum einen ein Mini-Einsteigerregelwerk auf nur sechs Seiten und zum anderen die komplette Version von „Kult der Goldenen Masken“. Besonders über letzteres habe ich mich gefreut, denn auch wenn ich kein Fan von DSA4 bin, so ist es nun mal das präsentestes Regelsystem in Deutschland und der „Kult“ ist ein netter Einstieg. Das Miniregelwerk ist für ein erstes Ausprobieren von Rollenspiel ganz gut geeignet, auch wenn das DVD-Booklet besser ist. Nur eine Sache hat mich bei den DSA-PDFs wirklich gestört: Die Auflösung der Scans. Eine Aventurienkarte in „Kult“ ist so pixelig, dass man keinen einzigen Schriftzug lesen kann und – noch ärgerlicher – die Charakterkarten, die man ausdrucken und den Spielern geben soll, sind auch so schlecht aufgelöst, dass der Text schlecht zu lesen ist. Ich hoffe nun noch auf eine Verlinkung zu dem Midgard- und Perry-Rhodan-Kurzregelwerken auf dem Blog. Wenn die Midgard-Leute schlau sind, bieten sie das komplette Buch „Klingensucher“ als Download an, aber da erwarte ich wohl zu viel.

Ob sich unter der Zielgruppe für den Film viele potenzielle Rollenspielneulinge befinden, wird sich erst noch zeigen, doch was die Zusatzmaterialien angeht, sind alle Wege geebnet, um einfach ins Hobby einzusteigen. Eine tolle Arbeit und man kann Dirk Remmecke nur für seine Begeisterung danken. Ich werde den Astropia-Blog jedenfalls weiter beobachten.

23. Februar 2009

Dungeon-2-Go: kostenlose Mini-Dungeons

Gespeichert unter: Abenteuer, Spielhilfen — amel @ 15:33

Mit „Dungeonslayers“ geht es unaufhaltsam weiter. Das Neuste sind Mini-Dungeons auf nur einer einzigen Seite, die zum natürlich kostenlosen Download angeboten werden. Einfacher kann man es potenziellen Spielern nicht machen.

Durch meine Beschäftigung mit unseren Kurzschockern bin ich immer sehr erfreut über ähnliche Veröffentlichungen, die meiner Meinung nach für jedes Rollenspielsystem angeboten werden sollten. Der Einstieg wird eine so viel geringere Hürde, wenn ein paar einfache Abenteuer zum Ausprobieren der Regeln vorliegen.

22. Februar 2009

Dying Earth zum halben Preis

Gespeichert unter: News — amel @ 19:58

Der PDF-Shop von Steve Jackson Games, e23, lässt gerade vermelden, dass bis zum 1. April alle PDFs vom gradiosen Rollenspiel „Dying Earth“ zum halben Preis zu bekommen sind. Danach sind sie weg – für immer.

Warum nach Auslaufen der Lilzenz überhaupt noch PDFs verkauft werden, kann ich euch nicht sagen, aber die „Dying Earth“-Grundregeln für $5 sind ein absoluter Pflichtkauf. Dann noch ein oder zwei Abenteuer und unbedingt auch das The Compedium of Universal Knowledge (letzteres für nur noch $9,48) und man hat alles Wichtige beisammen.

In meiner Liste mit Schnellstartregeln habe ich bereits auf die Kurzregeln von „Dying Earth“ hingewiesen. Wenn ihr unentschlossen seid, ladet sie euch herunter, es ist ja noch bis Ende März Zeit das GRW zu kaufen.

19. Februar 2009

Arkham Tales 2 zum Download bereit

Gespeichert unter: Literatur — amel @ 10:08

arkham-tales-2Lovecraft- und Gruselfans können sich seit heute über eine neue Ausgabe des kostenlosen E-Zines „Arkham Tales“ freuen. Auf 100 DIN-A-5-Seiten gibt es mehrere Kurzgeschichten und sogar eine Novelle. Zwei Download-Versionen werden angeboten: eine PDF-Datei für den Bildschirm und eine weitere für den Druck.

Da müsste doch auch die eine oder andere Idee für Cthulhu drin schlummern …

Download: Arkham Tales 2

    16. Februar 2009

    Player Handouts für „New Tales of the Miskatonic Valley“

    Gespeichert unter: Spielhilfen — amel @ 09:29

    Es lohnt sich immer wieder bei H.P. Lovecraft Historical Society vorbeizuschauen, denn man findet dort tolle Lovecraft-Fan-Artikel von Hörspielen über Statuen, Handouts bis zu Filmen (der zweite ist in Arbeit) und regelmäßig nette Downloads.

    „New Tales of the Miskatonic Valley“ ist eine Abenteuersammlung des neu gegründeten Verlages Miskatonic River Press, bei dem niemand anderes also Cthulhu-Legende Keith Herber maßgeblich beteiligt ist. Es ist die erste einer ganzen Reihe von geplanten Veröffentlichungen und auch wenn das Layout langweilig ist, sind die Abenteuer um so vielsprechender. Die HPLHS präsentiert in Zusammenarbeit mit dem jungen Verlag eine große PDF-Datei mit vielen großartig aufgemachten Handouts für die Sammlung.

    Download: Player Handouts for „New Tales of the Miskatonic Valley“

    14. Februar 2009

    Abenteuerwerkstatt – Linkliste erweitert

    Gespeichert unter: Spielhilfen — amel @ 11:34

    Wie konnte ich den großartigen Artikel von Greg Stolze vergessen?

    • How to Run Roleplaying Games: Der gut geschriebene Artikel beschäftigt sich hauptsächlich, aber nicht nur, mit Abenteuerdesign. Der auch auf der Seite zu findende Artikel „How to Play Roleplaying Games“ ist ebenfalls lesenswert, hat aber nichts mit dem Abenteuerschreiben zu tun.

    Die Linkliste wurde soeben um den obigen Punkt erweitert.

    9. Februar 2009

    Rezension: Das schleichende Grauen

    Gespeichert unter: Hexer von Salem, Rezensionen — amel @ 19:02

    das-schleichende-grauen[Abenteuer-Spielbuch von Christian Humberg und Bernd Perplies, Pegasus, Sprache: Deutsch, Taschenbuch, 272 Seiten, Preis: € 8,95]

    „Das schleichende Grauen“ setzt die Reihe an Abenteuer-Spielbüchern fort, die Pegasus vor über drei Jahren ins Leben gerufen hat. Es spielt im Pulp-Horror-Universum des „Hexers von Salem“. Die Spielbücher sind Solo-Abenteuer im Taschenbuchformat zum Taschengeldpreis.

    Wer damals in den 80ern schon Spielbücher gelesen hat, weiß, was es damit auf sich hat. Diese Bücher sind in viele kleine Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnitts wird der Leser gefragt, was die Hauptperson der Geschichte machen soll. Soll sie nach links gehen oder rechts, das riesige Schleimmonster angreifen oder weglaufen? Je nach Entscheidung schlägt er einen anderen Abschnitt auf und liest dort weiter. Manchmal wird der Zufall zu Rate gezogen und mit einfachen Regeln und Würfeln trägt der Protagonist Kämpfe aus, erklettert Mauern – und kann sogar sterben.

    Mir ist nicht ganz klar, warum Pegasus für jede Spielbuchreihe (es gibt neben dem „Hexer“ auch Geschichten in Markus Heitz’ Ulldart und anderen Fantasywelten) andere Regeln liefert, die im „schleichenden Grauen“ genutzten Regeln gefallen mir aber bisher am besten. Sie sind kürzer als ihre Vorgänger und geben dem Zufall mehr Gewicht, was die Spannung von Proben und Kämpfen fördert. Leider sind die Werte, die die Hauptperson besitzt – die Grundlage für die Würfelwürfe – zu Beginn festgelegt. Ein wenig Entscheidungsfreiheit von Seiten den Spielers wäre hier nett gewesen.

    Die Geschichte spielt 1922 in Berlin. Der Protagonist möchte berühmter Drehbuchautor werden und Filme wie „Nosferatu“ und „Das Cabinet des Dr. Caligari“ drehen, doch zunächst muss er sich mit einem Aushilfsjob beim Film begnügen. Schnell findet er eine Arbeit beim Dreh des Gruselfilms „Das schleichende Grauen“ von Harry Paul Liebwerk, muss jedoch bald entdecken, dass bei den Dreharbeiten etwas nicht stimmt.

    Die Liebe der Autoren zum Genre zeigt sich schon nach wenigen Abschnitten. Der Name des Regisseurs ist nicht die einzige Anspielung. Wenn der Protagonist abends an die Wand hämmert, weil er das kreischende Geigenspiel seines Nachbarn E. Zann nicht ertragen kann, erfreut das den Lovecraft-Fan und Cthulhu-Spieler. Auch sonst war ich beim Lesen immer wieder von der Liebe zum Detail begeistert.

    Zunächst beginnt es ruhig. Der Protagonist muss einen passenden Job finden und seine Kollegen kennenlernen. Er lernt sogar eine Frau kennen und vielleicht auch lieben. Erst dann fallen ihm Merkwürdigkeiten auf dem Set auf und er begegnet Robert Craven, dem Hexer. Im dritten Akt wird die Geschichte äußerst rasant und spannend.

    Die Geschichte ist recht gradlinig erzählt. Zwar muss man immer wieder Dinge in seinem Protokoll notieren (wie viel Geld man täglich verdient, auch die Werte verändern sich immer wieder), doch die späteren Auswirkungen davon halten sich in Grenzen. Ich hätte mir gewünscht, dass das Abenteuer tödlicher ist – das ist einfach spannender – so bin ich aber gleich beim ersten Mal durchgekommen.

    Am Anfang sind die Übergänge zwischen den Abschnitten noch etwas abgehackt, sodass man leicht glauben kann, man wäre aus Versehen im Falschen Abschnitt gelandet. Doch das lässt schnell nach. Wenn es ein Manko gibt, dann ist es die Organisation der Einzelinformationen. Als ich am Ende gefragt wurde, welche Art Drehbuch ich ganz am Anfang weitergegeben hatte, war ich mir nicht mehr sicher. Auch werden häufiger Fragen gestellt, die Rückschlüsse auf die anderen Wege durch die Geschichte zulassen, was den Wiederspielwert deutlich mindert.

    Doch diese minderen Makel werden durch die vielen Vorzüge des Buches locker wieder wettgemacht. Immer wieder gibt es spannende oder einfach amüsante Pointen, der Schreibstil ist großartig und trägt auf seine Weise zur Spannung bei und liebevolle Details erfreuen das Herz des Genrefans. Insgesamt kann man sich kein unterhaltsameres Spielbuch wünschen.

    Fazit: „Das schleichende Grauen“ ist ein echter Gewinner. Die Geschichte könnte etwas tödlicher und die Buchhaltung für den Spieler etwas besser organisiert sein, doch insgesamt hatte ich lange nicht mehr so viel Freude an einem Spielbuch. Ich hoffe sehr, dass sich das Team Humberg und Perplies ein weiteres Mal zusammentut und uns ein Hexer-Spielbuch beschert.

    6. Februar 2009

    Mysteries of Mesoamerica erschienen

    Gespeichert unter: Cthulhu, News — amel @ 15:33

    Pagan Publishing is back with a bang!

    Nach dem kleinen Abenteuerheftchen „Final Flight“ ist vor kurzem das zweite Buch seit der Wiederauferstehung des legendären Verlages erschienen. „Mysteries of Mesoamerica“ enthält einen langen Quellenteil über Mexiko und Mittelamerika (Geschichte, Leute, Religion mit all ihrem Blut und Opfern, …) und vier Abenteuern. Zusammen sind es über 200 Seiten. Alte Fans wird es freuen, dass Pagan-Legende Blair Reynolds die grafische Gestaltung des Buches übernommen hat.

    2. Februar 2009

    Lone Wolf #19 zum Download

    Gespeichert unter: freie Rollenspiele — amel @ 10:52

    Soeben erhalte ich eine E-Mail, dass der 19. Band der Lone-Wolf-Serie, „Wolf’s Bane“, zum Download erschienen ist.

    Das Project Aon hat es sich zum Ziel gesetzt alle Spielbücher von Joe Dever und sämtliches Fanmaterial, dem sie habhaft werden können, im Internet zu veröffentlichen. Dies tun sie mit dem Segen des Autors und der Illustratoren. Die Bücher erscheinen als HTML-Files und können on- oder offline gespielt werden. Mehrere Programme, PDFs und andere Materialien unterstützen den Fan zusätzlich.

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