Einige Seiten des Buches Eibon

27. Juni 2008

Manual of Exalted Power: Sidereals

Gespeichert unter: Exalted, Rezensionen — amel @ 03:33

Die „Sidereals“ bilden vielleicht die faszinierendste Gruppe der „Exalted“, kontrollieren sie doch das Schicksal der Schöpfung selbst. Sie erleben Verschwörungen der Götter und ihrer Herren, sind direkt in die Kontrolle der Zukunft involviert und können trotzdem in der Schöpfung regelmäßig die Fäuste fliegen lassen. Der vorliegende Band beschäftigt sich ausführlich mit dieser tiefgründigen Fraktion.

Das Buch steht in puncto Stabilität und Aufmachung seinen Vorgängern in nichts nach. Auf dem in lila gehaltenen Cover (passend zum dazugehörigen Buch „Celestial Directions 3: Yu-Shan“) ist die übliche Ansammlung von fünf Figuren und auch die Innenbebilderung ist in bekannter Qualität. Nur das Seitenlayout finde ich diesmal etwas ungünstig, denn der Text liegt auf hellgrauem anstatt auf weißem Grund. Das sieht zwar nett aus und wirkt unheilvoller (besonders mit den dunkelgrauen Rändern), erschwert jedoch die Lesbarkeit. (mehr…)

24. Juni 2008

Free RPG Day: Trail of Cthulhu u.a.

Gespeichert unter: Abenteuer, Cthulhu abseits, freie Rollenspiele — amel @ 09:44

Der Free RPG Day ist vorbei und so langsam kann man auf den Verlagsseiten die ersten PDFs der Hefte finden.

Die Kurzregeln für „Hunter: The Vigil“ sind bei DriveThruRPG.com schon wieder verschwunden. Ich war zum Glück rechtzeitig da und konnte sie mir ansehen. Das Abenteuer ist die Fortsetzung der eigentlichen Kurzregeln, die kurz vor Erscheinen des Buches im August veröffentlicht werden. Der kurze Regelteil ist nicht übermäßig aussagekräftig, aber Idee der „Tactics“ gefällt mir recht gut. Die Charaktere haben die Möglichkeit bestimmte Taktiken in der Gruppe gemeinsam zu lernen. Zum Beispiel üben sie, wie sie mit Speeren einen Vampir im Zaum halten, während sie ihn verbrennen. Natürlich können sie die Taktiken auch untrainiert anwenden, haben sie sie aber gelernt, gibt ihnen das Boni. So wird die Charaktererschaffung zum Gruppenereignis. Die sonstigen Regeländerungen gegenüber dem Grundbuch scheinen nicht sehr ausgeprägt zu sein. Die Spieler können ihre Willenskraft „aufs Spiel setzen“ und quasi per Glücksspiel Willenskraftpunkt wieder zurückbekommen. Der Rest ist das Übliche: Man tut sich ja ach so leid, weil man so ein schweres Los hat, aber Monster verprügeln ist trotzdem cool. Ich bin schon gespannt.

Ebenfalls verteilt wurde ein Kurzabenteuer für „Trail of Cthulhu“, was mich natürlich besonders interessiert hat. Man kann es jetzt im Magazin „See Page XX“ herunterladen.

Paizo bieten seit heute ihr Kurzabenteuer „Revenge of the Kobold King“ (eine .5-Nummer der Pathfinder-Reihe) auf ihrer Homepage an. Man muss sich allerdings anmelden, um es zu bekommen.

Die Kurzregeln für das „A Song of Ice and Fire RPG“ hält Green Ronin wohl noch ein wenig unter verschluss. Es wurde aber bereits angekündigt, dass auch sie als Download verfügbar gemacht werden. Was die Regeln des Spiels angeht bin ich skeptisch, ob ich die haben will. Was bisher zu lesen war, hat mich nicht gerade umgehauen, könnte aber interessant sein. Viel gespannter bin ich auf den „Campaign Guide“, der im September erscheinen soll.

Das Abenteuer für „Cthulhu Live 3rd Edition“ wird es leider nicht als freien Download, sondern aufgepeppt für eine größere Spieleranzahl zum Kauf geben.

Ob Troll Lord Games ihre neuen „Castles and Crusades“- und „StarSiege“-Kurzregeln zum Download anbieten werden, habe ich noch nicht herausgefunden.

Es gab noch mehr, aber darüber habe ich keinen Überblick. Falls ihr noch etwas findet, freue ich mich über einen Kommentar.

21. Juni 2008

Savage Worlds erscheint auf Deutsch

Gespeichert unter: News — amel @ 19:22

Kein Regelsystem der letzten Jahre hat mich so überzeugt wie „Savage Worlds“. Die Kombination aus Einfachheit und Crunch, der Möglichkeit erzähllastig zu spielen und trotzdem nicht auf taktische Möglichkeiten verzichten zu müssen, ist bisher unerreicht.

Wie Dominik soeben berichtet, gaben Prometheus Games vor kurzem bekannt, dass sie unter Lizenz von Pinnacle die SW-Regeln auf Deutsch veröffentlichen werden. Leider können sie die Preisgestaltung nicht übernehmen (das aktuelle Regelwerk kostet nur $ 9,95), was vermutlich daran liegt, dass der englische Markt einfach größer ist als der Deutsche.

SW wurde für den erwachsenen Spieler konzipiert, der keine Zeit (und meist auch Lust) hat, sich durch Hunderte von Seiten Regeln durchzuwühlen. Dies unterstützen auch die Plot-Points-Kampagnen, Bücher mit stimmungsvollen Welten, die sich auf das Wesentliche konzentrieren und Sammlungen kurzer und meist sehr einfacher Abenteuer, von denen einige (aber bei weitem nicht alle) eine zusammenhängende Geschichte bilden. „The Savage World of Solomon Kane“ ist beispielsweise zur Hälfte Regelwerk (im Gegensatz zu den anderen Büchern sind die SW-Grundregeln hierfür nicht nötig) und zur Hälfte Kampagne. Die Charaktere werden auf eine weltweite Suche nach bestimmten magischen Gegenständen geschickt, um die Welt zu retten. Die diversen Anlaufstellen der Charaktere beschreiben exemplarisch die Welt. Die Abenteuer selbst sind zumeist einfache Monsterbegegnungen mit einer netten Hintergrundgeschichte, aber genau das ist der Reiz der Abenteuer, denn ein erfahrener Spielleiter muss sich wirklich nur eine halbe Stunde vor Spielbeginn das Abenteuer durchlesen und kann sofort loslegen.

Prometheus Games macht in letzter Zeit besonders durch viele (zumeist hochinteressante) Ankündigungen von sich reden, die tatsächlich vorhandene Produktpalette ist allerdings noch recht klein. Warten wir also ab, ob sie ihre Pläne alle in die Tat umsetzen können – ich werde dies jedenfalls in freudiger Erwartung tun.

Killjoy Cooking With the Dungeons & Dragons Crowd

Gespeichert unter: News — amel @ 03:33

Wie das im Netz so ist, man liest hier und dort, stolpert über einen Link und findet … das hier! So viel Wahrheit, so viel Freude (vor allem Schadenfreude, denn wir sind natürlich nicht so, nein, wir nicht). Aber lest selbst, wie es wohl wäre, wenn Rollenspieler über Kochbücher so diskutierten, wie über Regelwerke:

Killjoy Cooking With the Dungeons & Dragons Crowd

20. Juni 2008

Todesangst

Gespeichert unter: Cthulhu, Rezensionen — amel @ 03:33

todesangst-k.jpg[Abenteuer von Pegasus Spiele, Sprache: Deutsch, Softcover, 100 Seiten, € 16,95]

Mit dem Cover für den neuen Abenteuerband Todesangst für Cthulhu Now hat sich Designer Manfred Escher selbst übertroffen. Totenkopf Berlin: Kalt, modern und mit Deutschlandbezug – großartig. An der Innengestaltung gibt es ebenfalls wenig zu meckern: Die Illustrationen von Jens Weber sind von der gleichen hervorragenden Qualität wie die des Cthulhu-Now-Grundbuchs und auch Chris Schlicht liefert eine solide Arbeit ab.

Das erste Abenteuer „Die Stimme der Kati S.“ ist mehr als eine reine Übersetzung: Frank Heller hat die Geschichte von „Loves Loney Children“ (einem Abenteuer aus „The Stars are Right“) genommen, sein Fachwissen über das Polizeiwesen hinzugefügt, die Handlung nach Berlin verlegt und ein One-Shot mit vorgefertigten Polizeibeamten daraus gemacht. In einem Park werden zwei Mülltüten mit der zerstückelten Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Ermittlungen führen die Charaktere in die gesellschaftlichen Randgebiete Berlins und münden in einen abrupten und grausigen Showdown. Das Abenteuer ist nichts für schwache Gemüter. Es zeigt uns wie widerwärtig Menschen werden können, wenn sie unter den Einfluss des Mythos geraten. So sollte Cthulhu Now sein. (mehr…)

18. Juni 2008

Cthulhu-Waffenhandbuch

Gespeichert unter: Cthulhu, Rezensionen — amel @ 03:33

Waffenhandbuch[Cthulhu: Waffenhandbuch, Pegasus Spiele, 2008, Sprache: Deutsch, 297 Seiten, € 39,95]

Der Klappentext des Cthulhu-Waffenhandbuchs nennt zwei Gegensätze: „Dieses Buch ist ein Waffenkatalog“ und „Dieses Buch ist kein Waffenkatalog“ und weist so darauf hin, dass es mehr liefern will als nur eine Liste mit Waffen. Die Redaktion gab sich in diesem Punkt auch wirklich alle Mühe: Jede Waffenkategorie (Nahkampf, Faustfeuerwaffen, Handgranaten, etc.) wird von einem erklärenden Text eingeleitet, der auf die Besonderheiten der Waffengattung eingeht. Bei den Faustfeuerwaffen stehen beispielsweise Informationen über Zielfernrohre, Schalldämpfer, Fehlfunktionen u. a. Die Regeln und Erklärungen sind kurz, prägnant und informativ. Außerdem wird der Text immer wieder durch kleine Anekdoten über spezielle Waffen oder Menschen, die mit ihnen zu tun haben, aufgelockert. Am Ende des Buches befindet sich zusätzlich ein kurzes Kapitel über Waffenrecht und Waffenarsenale (welche Pistole trägt beispielsweise ein deutscher Polizist?). (mehr…)

14. Juni 2008

Weitere Rezi zu „Disturbania“

Gespeichert unter: Literatur — amel @ 03:33

Thomas Harbach rezensiert die Anthologie sehr ausführlich und wesentlich kritischer als der Fan der letzten Rezi. Er mag das Buch, ist aber nicht begeistert, stellt jedoch all die Vorzüge heraus, die auch ich an dem Buch so faszinierend finde.

Ich zitiere – wie üblich – nur, was über mich in der Rezension steht. Es lebe die Selbstdarstellung :-)

„Ansichtssache“ von Andreas Mehlhorn arbeitet auf verschiedenen Ebenen, die sich in der Auflösung des Plots zielstrebig verbinden. Auf der anderen Handlungsebene die Aufzeichnungen eines offensichtlich geistesgestörten Gewaltverbrechers, auf der zweiten Handlungsebene seine Tagebuchaufzeichnungen. Auch hier ist die zugrunde liegende Idee – der perfekte Mord – nicht unbedingt neu, aber mittels eines zynischen Ende negiert Mehlhorn in dieser dunklen, aber gut geschriebenen Story die bekannten Elemente.

Das Thema ist also der perfekte Mord, soso. Daran dachte ich beim Schreiben eigentlich nie, eher daran, wie der Blickwinkel Dinge verfälschen, wie leicht man sich irren kann – es ist halt alles Ansichtssache.

Bei der insgesamt netten Kritik verzeihe ich dem Autoren der Rezi auch, dass er mich falsch geschrieben hat.

13. Juni 2008

Dungeon Mastering

Gespeichert unter: Spielhilfen — amel @ 03:33

Die Tipps von „Dungeon Mastering“ beziehen sich eigentlich auf D&D. Da aber fast keine Regeln besprochen werden, kann man sie auch für Fantasy- und sogar Rollenspiele anderer Genre gebrauchen. Hauptsächlich geht es um das Managment von Kampagnen und die vielen kreativen Aufgaben des Spielleiters – immer mit dem Fokus Zeit zu sparen. Besonders die „Welt-“ und „Kampagnenerschaffungstipps“ sind interessant.

Wer immer zu wenig Zeit hat, sollte sich vielleicht die Zeit nehmen, ein paar der vielen kurzen Artikel zu lesen.

10. Juni 2008

Classroom Deathmatch umsonst

Gespeichert unter: freie Rollenspiele — amel @ 03:33

Kennt ihr den Film „Battle Royal“ – oder das Buch? Der Film ist ganz nett (mehr aber auch nicht) und vom Buch habe ich nur Gutes gehört.

In einem totalitären chinesisch-japanischen Staat soll die Disziplin der Schüler gehoben werden, indem jedes Jahr eine Klasse per Zufall ausgewählt und an einen isolierten Ort – z. B. eine Insel – gebracht wird. Dort erhalten sie jeder einen zufälligen Ausrüstungsgegenstand – Waffe, Taschenlampe, etc. – und werden aus dem Zentralgebäude mit der Aufgabe nach draußen geschickt sich gegenseitig umzubringen. Wenn nach Ablauf von soundso viel Tagen mehr als ein Schüler übrig ist, werden alle liquidiert.

Und jetzt stellt euch ein Rollenspiel vor, bei dem man einen dieser Schüler verkörpert. „Classroom Deathmatch“ ist dieses Rollenspiel. Es ist sehr narrativ (im Indie-Spiel-Sinn), sehr kreativ mit einfachen, verständlichen Regeln und hat ein passendes, sogar hübsches Layout. Auf 108 Seiten bekommt man alles, was man braucht, einschließlich 50 vorgefertigter Charaktere, von denen jeder Spieler einen zufällig ausgewählten spielt. Wenn er stirbt bekommt er einen anderen zufälligen Charakter.

Ich musste für das Spiel noch bezahlen (wenn auch nur mit einer Rezi), habe aber gerade entdeckt, dass es nun umsonst zu bekommen ist. Ein wirklich abgefahrener Spielspaß, der schon allein lohnt, nur um mal einen Blick über den Tellerrand der „normalen“ Spiele zu werfen.

8. Juni 2008

Dorp, Unknown Armies und die Solartaschenlampe

Gespeichert unter: Unknown Armies — amel @ 16:02

Das Interview mit Tim auf der RPC durchgeführt von Scorpio von der Dorp.

Als meine Freundin hörte: „UA ist wie eine Solartaschenlampe“, war ihre Antwort: „Ach, UA ist also unsinnig?“

Ich habe das erste Mal von der Solartaschenlampe in einer Ausgabe der Geo Epoche gelesen (man kann beim Abschluss eines Abos so etwas als Prämie bekommen) und musste laut lachen. Eine Solartaschenlampe? Klar, irgendwie macht es schon Sinn, aber andererseits ist es auch bescheuert: Ich brauche also Licht, damit die Lampe funktioniert, wenn ich im Dunkeln stehe. In der Praxis würde es wahrscheinlich so aussehen: Sie liegt in der dunklen Schublade und wenn ich sie brauche hatte sie nicht genug Licht, um mir welches abzugeben.

Das ist wie UA, eine Symbolik, die irgendwie passt. Man braucht Licht, um später Licht zu erzeugen, und doch wird die Lampe in der Praxis zu einem Paradoxon.

Wer an dieser Stelle nicht verständnislos den Kopf schüttelt, ist vielleicht auf der richtigen „Gedankenebene“, um UA wirklich zu begreifen – um zu verstehen, warum UA eigentlich so cool ist.

Das Interview ist übrigens gut geworden, finde ich, auch wenn wieder mal die Frage nach „Was ist UA?“ nur unzureichend beantwortet wurde – aber das ist ja ein altes Problem.

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